Strandtag (USA Tag 9)

Roadtrip Part VII: Tampa-Clearwater Beach-Saint Petersburg-Longboat Key-Fort Myers-Pine Island

Clearwater Beach & Saint Petersburg

Da macht der Sunshine State dann doch noch seinem Namen alle Ehre und zeigt sich von der schönsten Seite. Es ist warm, sonnig und perfektes Strandwetter. Deswegen packen wir unsere Sachen und fahren zum Clearwater Beach. Angeblich einer der schönsten Strände Floridas. Tatsächlich haben wir Glück und bekommen noch einen Parkplatz. Zum Schwimmen ist uns dann aber doch nicht zumute, deswegen laufen wir ein bisschen am Strand und durch den kleinen Ort.

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Clearwater Beach ist wahrhaftig einer der schönsten Strände Floridas (allerdings ist das nicht schwierig, die meisten Strände hier sind 1a). Weiß breitet sich ewig lang der Sand aus und das Wasser des Golfs ist so klar und türkis wo selten woanders.

Für uns geht es weiter nach Saint Petersburg. Einmal schnell die Stadt erkunden. Die Stadt, wo die Reichen es sich bequem gemacht haben. Nicht schlecht, Herr Specht. Der Tampa Bay kehren wir damit den Rücken, weiter geht es von hier 2 ½ Stunden nach Fort Myers. Zwischendurch gebe ich dann aber doch noch mal diese kleine Insel ins Navi ein.

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Longboat Key, Fort Myers & Pine Island

Wir landen in Longboat Key, bekommen den letzten freien Parkplatz am Strand und düsen runter zum Meer. Hier bleibt uns erst einmal der Atem stehen: Das ist definitiv ein viel schönerer Strand als Clearwater Beach! Noch weißer, noch türkiser. Mir war nicht klar, dass das möglich ist. 20 Minuten dümpeln wir also mit unseren Sonnenhüten in der Mittagshitze im Golf von Mexiko herum und lassen die Seele baumeln. Schöner geht es nicht. Ich liebe das Salzleben, ich liebe Florida.

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In Fort Myers kommen wir dann gegen Nachmittag an. Halb verhungert checken wir ein und fahren dann noch eine Stunde weiter bis nach Pine Island. Allerdings ist heute nicht unser Tag und so finden wir kein Restaurant, welches nicht unbedingt eine Tourifalle ist. Fancy soll es gleichzeitig aber doch auch schon irgendwie sein-wir haben halt riesige Ansprüche. Pine Island muss man dennoch mal gesehen haben: Eine kleine Insel mit bunten Häusern. Schade, dass wir es dann nicht mehr nach Coral Island an die Muschelstrände geschafft haben. Wir haben wirklich immer an den falschen Stellen Abstriche gemacht…

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Rainy sunshine State (USA Tag 7&8)

Roadtrip Part V: Pensacola-Gulf Breeze-Navarre-Miramar Beach-Panama City Beach-Mexico Beach-Apalachiccola-Port St. Joe-Panacae-Tallahassee (Fahrtzeit 6- 7 1/2 Std.)

Das war’s vorerst mit dem Sunshine State. Vielen Dank für den ganzen Regen, Florida. Wir starteten, wir fuhren an den schönsten Stränden entlang, wir hielten zum Kaffee trinken, wir kamen in Tallahassee an und das alles im REGEN! Von morgens bis abends! Wie ist denn sowas möglich. Daher kann ich zu diesem Abschnitt des Weges gar nicht viel sagen.

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Ich denke all die Orte und Strände wären herrlich gewesen, hätten wir sie in der Sonne genießen können. So sahen wir das bestgehütetes Geheimnis eben im Regen. Aber einen Abstecher auf die kleine Insel mussten wir dennoch machen.

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Von Tallahassee sahen wir auch nur noch ein paar Straßenzüge. Gerne wäre ich einmal durch die Stadt gebummelt und hätte mir Postkarten gekauft. Aber leider war das bei diesem Wetter nicht drin und am nächsten Tag fehlte uns die Zeit.

Roadtrip Part VI: Tallahassee-Otter Creek-Creek River-Hudson-Palm Harbour-Clearwater Beach-Tampa (Fahrtzeit ca. 6 Std.)

Nächster Tag: Sonnenschein, 30 Grad im Schatten. Und was machen wir? Sitzen 6 Stunden im Auto und werden beinahe kirre, wo wir das schöne Wetter sehen, aber keinen Strand. Denn auf dem Weg nach Tampa haben wir es verbockt und sind im Landes inneren gefahren.

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Immerhin konnten wir kurz mal im Crystal River State Park aussteigen. Hier begegneten wir ganz niedlichen, kleinen Krebsen, die überall herumliefen. Es gingen von der Straße bezaubernd schöne Trails ab, auf denen man sicher wunderbar wandern gehen kann. Wir gönnten uns jedoch nur die kurze Verschnaufpause und fuhren dann weiter bis nach Tampa.

Sweet home Alabama (USA Tag 6)

Roadtrip Part IV: Louisiana-Mississippi-Alabama-Florida.
Baton Rouge bis Pensacola (Fahrtzeit ca. 6 Stunden)

Dem Mississippi wollte ich unbedingt noch auf Wiedersehen sagen, bevor wir ihm endgültig den Rücken kehren würden. Also ab ins Auto und noch bis zum Ende auf der Great River Road entlang düsen. Das blöde daran: Den Mississippi bekamen wir trotzdem nicht zu Gesicht, er versteckte sich hinter einem dicken Damm. Aber gewitzt wie ich bin, bog ich kurzerhand zur Fähre ab und fuhr bis zum Wasser vor. Die Grillen auf den Wiesen zirpten, die Sonne schien ins Gesicht und der Fluss zog an uns vorbei. Ein Ort, den man gerne entdeckt.

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Die Great River Road beendeten wir also. Dann ging es weiter Richtung Pensacola. Nachdem wir noch kurz von Polizisten durchgecheckt wurden-innerlich starb ich vor Aufregung-verließen wir Louisiana, durchquerten Mississippi noch ein weiteres kleines Stück und landeten dann in Alabama.

Sweet home Alabama! Wisst ihr was? Dieser Satz ist keine Lüge. Wir fuhren durch so viele kleine Orte, die alle so wunderbar bezaubernd aussahen. Möglichst an der Küste entlang versteht sich. In Fairhope wollten wir dann doch noch mal eben den Gulf of Mexico begrüßen. Die beste Idee die wir hatten. Durch ein ruhiges, gemütliches Wohngebiet gelangten wir an einen wunderbaren, kleinen Strand. Ganz versteckt und ganz bezaubernd.  Auf der Seebrücke vertraten wir uns kurz die Beine und am Strand zurück ließen wir die Seele in der Hollywoodschaukel baumeln. Ich hätte nicht unbedingt weiterfahren müssen, der Ort war Urlaub genug.

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Aber der vierte Staat an diesem Tag fehlte uns ja noch: Sunshine State Florida. Kurz nach Mobile begann das Sonnenscheinleben. Überall weiße Strände, die Leute locker und munter wie nirgends sonst auf der Welt. Orte, die nicht farbenfroher hätten sein können. Es ist schön wieder zurück zu sein, Florida. Erst jetzt merke ich, wie sehr ich das Salzleben vermisst habe.

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Das Hangout Festival versperrte uns für einen Moment die Weiterfahrt, aber es gab so viel zu beobachten, dass es nicht langweilig wurde. Am Orange Beach hielten wir dann auch noch einmal kurz an, um das Meer zu sehen. Am weißesten Strand, der nun am späten Nachmittag schon fast menschenleer war, hielten wir mal kurz unsere Füße ins Wasser. Ach wie herrlich warm, wie herrlich sommerlich, wie herrlich lebendig wir uns fühlten!

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Die restliche Fahrtzeit bis nach Pensacola flog so dahin und wir checkten mit sandigen Beinen und einem breiten Lächeln im Gesicht im Hotel ein.

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  • Vier Staaten durchqueren
  • Dem Mississippi folgen
  • Geheime Orte durch Zufall entdecken
  • Sonnenschein, Strand und der Gulf of Mexico
  • Salzleben

Musikerstadt (USA Tag 5)

New Orleans

Mein guter Freund T beneidete uns schon im Vorfeld wegen unseres Tages in New Orleans. Zu manchen Städten habe ich einfach keine Vorstellung. Überhaupt keine. Ob es bunt oder eher einfarbig ist, groß oder klein. Umso überraschte bin ich dann, wenn ich in solche Städte wie New Orleans komme.

City Park

Diese Stadt ist wunderschön. Sie ist riesig (gefühlt zumindest), sie ist bezaubernd, laut und vor allem ist sie bunt. An jeder Ecke warten kleine Läden oder Cafés darauf, dass man sie betritt. Mit dem Auto fuhren wir jedoch, nach dem wir uns kurz in der frenchmen street umgeschaut hatten, zum City Park. Hier wurde erst einmal ein bisschen geschlendert und Fotos von den märchenhaften Bäumen gemacht. Das Louisianamoos hängt ihnen von den Ästen wie alten Männern der Bart vom Kinn. Alt sind sie gewiss schon, so majestätisch wie sie aussehen.

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Alter Mann mit Bärten

Bourbon Street & Royal Street

Nach einer etwas mühseligen Parkplatzsuche ging es dann zur Bourbon Street. Bekannt, berüchtigt. Aber dennoch tagsüber angenehm. Hier tummeln sich nur die Geschäftsleute, die im Café schnell einen Kaffee holen und die Touris, die alles erforschen und erkunden. Für mich ist die Straße nichts besonders. Apropos, da habe ich Caspers Zeile im Ohr:

„Wette, du bist noch in der Bourbon Street und lachst über Touristen jede Nacht,
in den Bars, die du sonst hasst.“

-Casper//Ariel

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Für immer lebende Legenden, Bourbon Street

Viel angetaner war ich von der benachbarten Royal Street, auf der man super schöne Häuser mit Balkonen, bunte Läden und kleine, süße Cafés erkunden kann. Eine Galerie reiht sich an die andere. Eine herrlich schöne Straße!

French Quater; Mississippi

Das French Quater ist so oder so ein absolutes Muss, wenn man in New Orleans die schönen Ecken entdecken will. Nachdem wir zum Auto zurückgerast waren, mussten wir ein paar Meter weiter schon wieder anhalten. Hier tanzte der Bär! Wir bekamen sogar einen guten Parkplatz, sprangen aus dem Auto und liefen die Straßen entlang. Künstler, Musiker und das bunter Volk mischten sich. Der Park war voll mit Menschen, die Kirche wurde mindestens von jedem zweiten fotografiert. In den Bäumen hingen bunte Ketten und der Hufschlag der Pferde hallte durch die Luft.

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Royal Street

Den Mississippi konnte ich nicht links liegen lassen. Ein kleiner Spaziergang am breiten Fluss, ein bisschen ausruhen auf der Bank und die Augen auf das Wasser gerichtet. Ach, dieser Fluss hat’s mir angetan. Er ist so gigantisch breit und mächtig. Mir wird immer ein bisschen warm ums Herz, wenn ich an ihn zurückdenke.

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Schönste Aussicht

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  • New Orleans an sich
  • Buntes Leben
  • Mississippi
  • Großstadtflair

Historik und Malls (USA Tag 4)

Roadtrip Part III: Jackson-Vicksburg-Port Gibson-Natchez-Baton Rouge.
Mississippi/Louisiana, Great River Road

Wir halten es nicht länger als bis 5 Uhr morgens in dem Hotel aus. Es schüttet draußen. Kein guter Start in den Tag. Wir warten ab, bis der Regen nachlässt, frühstücken bei einer Fast Food Kette und fahren dann zum State Park. Weil wir aber immer wieder so früh aufbrechen, haben die meisten Dinge halt einfach noch zu. Also rein ins Auto und auf die Straße.

Vicksburg

Vicksburg ist unser nächster Anlaufpunkt. Eine super hübsche Stadt. Wir fahren bis ganz dicht an den Mississippi heran und entdecken sogar plötzlich eine „historische Altstadt“. Na, da müssen wir doch direkt mal aussteigen und erkunden. Vicksburg wird immer schöner. Auf der kleinen Straße ist es noch ruhig, außer dass Jazzmusik durch die Häuserzeilen schallt. Denn es ist nunmal das Land des Jazz und Blues und es macht etwas ganz besonders mit dir, wenn du diese Musik in einer kleinen, fremden Stadt hörst. Eine kleine Stadt, die wunderschön ist, bei der noch alle Geschäfte geschlossen haben, die aber trotzdem ein ganz tolles Flair besitzt.

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Städtchen für mich ganz alleine.

Wir irren in ein kleines Café. Das war das Beste was wir tun konnten. Der Kaffee und Tee schmeckt köstlich und der Raum ist kunterbunt und wild eingerichtet. Ein wahres Kunstwerk für sich. Ich liebe diese kleinen, einheimischen Cafés die vor Chaos fast explodieren, aber dennoch so wunderbar gemütlich sind. Einfach herrlich.

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Alles was das Herz begehrt.

Natchez

Erneut geht’s weiter auf der Straße, durch kleine Orte, in denen wir nicht anhalten. Das Wetter ist immer noch düster und ab und an regnet es. Bis wir nach Natchez kommen. Einmal den Ort durchquert und wie magnetisiert zieht es uns an den Mississippi. Wir steigen aus, laufen erst mal gegen eine Wand von Luftfeuchtigkeit mindestens 90%). Es ist schwül und als wir den Mississippi sehen, sehen wir ihn eigentlich gleichzeitig überhaupt nicht. Aber dieses mystische Bild hat sich eingebrannt. Ich trage es mittlerweile in meinem imaginären Fotoalbum mit mir herum. Es ist ganz wellig von der Luftfeuchtigkeit.

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99% Glück.

Baton Rouge (Louisiana Mall)

Nach ca. 4 Stunden kommen wir in Baton Rouge an. Vom Regen ist nichts mehr zu sehen und die Hitze drängt sich schwül auf. In einer Mall essen wir erst mal zu Mittag und bestaunen all die seltsamen Modeobjekte der Amerikaner. Malls sind immer einen Abstecher wert.

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Für die Geschmacksnerven

Vom Hotel in Baton Rouge berichte ich gar nicht erst. Es war grauenvoll und ekelhaft und wir haben uns für die zwei Nächte ein neues gesucht. Nach der Nacht in Jackson musste das einfach sein.

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  • Roadtrip
  • Vicksburg erkunden und cozy Café entdecken
  • Dem Regen trotzen
  • Natchezstop: Mississippi

Great River Road (USA Tag 3)

Roadtrip Part II:  Pine Bluff-Stuttgart-Ulm-Helena-Jackson.
Arkansas/Mississippi. Great River Road.

Nach dem wir eine laute Nacht in Pine Bluff hinter uns gebracht haben, ging es erst einmal 3 Stunden zurück nach Helena und witzigerweise auch durch Stuttgart und Ulm hindurch. Überquerung des dicken, alten Bekannten und wieder zurück aus Arkansas nach Mississippi. Von Helena aus folgten wir dann der Great River Road. Vom Mississippi sahen wir nicht sonderlich viel, aber dennoch konnten wir immer wieder Blicke auf Seen und Flüsse werfen.

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Tom Sawyer kann nicht weit sein

Der Regen ließ den Tag grau wirken. Trotzdem haben wir viel gesehen. Die Landschaft mitten im Nirgendwo, auf diesen kleinen Straßen, die einfach nur durch grüne Wiesen und breite, breite Felder führen. Ab und zu rief ich begeistert: Wasser! Und P verdrehte dann jedes Mal die Augen. Aber ich musste mich einfach freuen. Denn deswegen war ich ja schließlich hier: Um der Great River Road und dem Flusslauf zu folgen.

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Wir fuhren durch viele kleine Orte, in denen die Häuser gigantische Gärten hatten. Was die denn den ganzen Tag hier im Nichts machen würden, fragte P und ich antwortete: Raus in die Natur gehen. Angeln. Den Fluss und die Seen sehen. Denn ich glaube, dass das schon beruhigend genug ist, auf so einen breiten Mississippi oder einen riesigen See zu starren. Ist ja schließlich Natur.

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An solchen großen Seen kamen wir dann auch eins, zwei Mal vorbei. Besonders spannend sind dann die Bäume, die direkt aus dem Wasser herauswachsen und die Umgebung irgendwie noch ein bisschen märchenhafter erscheinen lassen. In einem der State Parks, in die ich einfach kurzer Hand abbog, zog sogar ein bisschen Nebel über den See. Es war totenstill, bis auf ein paar Vögel und dem Regen. Keine Menschenseele war zu sehen. Einatmen, Stille tanken, ausatmen. Weiterfahren bis nach Jackson, Mississippi.

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Gut, dass ich genug Stille weggeatmet hatte. Denn das Hotel in Jackson (Howard & Johnson) war der reinste Albtraum. Alles dreckig, klebrig, schimmelig und zu dem noch ein komplettes Raucherhotel. Mein Asthma bedankte sich herzlich.

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  •  Roadtrip
  • Von Arkansas nach Mississippi zurück
  • Überall da anhalten, wo es gefällt
  • Stille und Natur atmen

River (USA Tag2)

Riverwalk, Mud Island River Park & Beale Street

Der zweite Tag startete ebenfalls mit Sonnenschein. Endlich würden wir was von der Stadt sehen. Erst einmal fuhren wir nach dem Frühstück zum Mud Island River Park. Ich hatte gelesen, dass man hier in diesem Park die Geschichte des Mississippis erklärt bekommt und der Verlauf des Flusses in Miniatur dargestellt wird, sodass man am winzig kleinen Mississippi einmal komplett entlang laufen kann. Als wir dort ankamen, hatte der Park noch zu. Wir entschlossen uns später wieder zu kommen. Unnötig zu erwähnen, dass auch dies nicht geklappt hat.

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River, river who’s the longest?

Stattdessen verbrachten wir unseren Vormittag damit einmal am Riverwalk entlang zu laufen. Immerhin etwas. Ein bisschen die Beine vertreten, netten Leuten hallo sagen, den Fluss betrachten und vor allem die fetten Häuser bestaunen. Nicht schlecht, wer sich das hier so alles leisten kann…

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Zu viel Geld, zu viel Zeit.

Nach einem Kaffee entschieden wir uns dann dazu, zur Beale Street zu fahren, anstatt zum Mud Island River Park. Die Beale Street. Bekannt für all die Pubs und Kneipen, für den ganzen Alkohol und die Leuchtreklame. Ein bisschen wie die Bourbon Street. Tagsüber jedoch tummelten sich hier nur die Touris. Wir liefen also ein bisschen umher, schauten in die ganzen Andenkenläden hinein, kauften Postkarten und aßen ganz klischeehaft den Burger im Hard Rock Cafe. Alleine wegen der Live-Band hätte sich das Café schon gelohnt, aber tatsächlich kann man gegen die Burger dort so überhaupt nichts sagen. Umwerfend lecker!

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Diese bekannten B-Streets.

Roadtrip Part I: Memphis-Helena-Pine Bluff (Fahrtzeit ca. 3 1/2 Stunden)

Zum Abschluss fuhren wir-statt zum Mud Island River Park (ihr merkt meine Enttäuschung!) nach Germantown (Memphis) und staunten mit offenen Mündern über die Anwesen. Wie viele Leute mit Geld es gibt. UNFASSBAR. Staunen beendet, also starteten wir den ersten Part des Roadtrips: Memphis-Helena-Pine Bluff.

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Roadtrippen zwischen 3 Staaten.

Tennessee ließen wir hinter uns, kamen kurz in Mississippi an und verließen diesen Staat wieder, um nach Arkansas zu fahren. Den Fluss überkreuzten wir selbstverständlich auch. Kleine Orte wechselten sich mit weiter, weiter Landschaft und leeren Straßen ab. Oh Amerika, wie frei man sich hier fühlen kann. (Und ich stellte mir den Mississippi als Nachbildung in klein vor und bereute es noch immer, nicht im River Park gewesen zu sein.)

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  • Riverwalk entlanglaufen
  • Lustige Namen bei Starbucks bekommen
  • Besten Burger essen
  • Beale Street abgrasen
  • Roadtrip staten

Memphis (USA Tag 1)

Auch der Hinflug war jetzt nicht unbedingt das, was ich angenehm nennen kann. Es gab zwar keine Turbulenzen, aber 6 Stunden ohne Bildschirm war dann doch irgendwann echt langweilig. Zum Glück konnte ich dann die restliche Zeit Marc-Uwe Kling mit seinem Känguru hören, der mich somit gerettet hat.

In Amerika anzukommen ist immer ein Erlebnis. Aus dem Flieger aussteigen und zur Passkontrolle zu gehen und nie zu wissen, ob die Menschen dort nett, gelangweilt oder eher missmutig sind. Ich hatte Glück, plauderte mit einem netten Passkontrolleur, bekam meinen Stempel und holte mein Gepäck. Die ersten paar Kilometer mit dem Auto durch die Stadt sind etwas ganz besonderes. Man entscheidet, ob es einem gefällt oder nicht. Mir war schnell klar: Memphis ist eine schöne Stadt!

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When I was walking in Memphis…

Graceland; Bass Pro Shop; Mississippi

Am nächsten Morgen wurden erst mal ein paar Waffeln gebacken und verzehrt. Typisch Amerikanisch eben. Dann ab ins Auto und los ging das Abenteuer. Eigentlich hatten wir vor Graceland zu besuchen. Denn welche Stadt ist mehr Musikerstadt als Memphis? Genau, keine. (Außer vielleicht New Orleans.) Bei Elvis angekommen wurde uns jedoch schnell klar, dass noch alles geschlossen hatte. Zudem konnte ich P auch nicht überreden 38$ Eintritt zu zahlen. Schade, das Haus hätte ich gerne gesehen. Auch wenn ich nicht der riesige Elvis Presley Fan bin, so finde ich, gehört das schon irgendwie dazu.

Das Wetter spielte nicht so richtig mit. Es war kalt und ungemütlich und wir flüchteten uns dann doch lieber an den Mississippi. Ganz aufgeregt und gespannt war ich, denn ich wollte diesen dicken Fluss unbedingt folgen! Wir fuhren zur glänzenden Pyramide in der sich der Bass Pro Shop (ein gigantischer Outdoor-Laden) befand. Mir blieb vor Staunen der Mund offen stehen: Die Amis müssen halt immer übertreiben. Innerhalb der Pyramide konnte man mit einem Fahrstuhl in die Spitze fahren. Unnötig zu erwähnen, dass wir das natürlich sofort taten. In der Spitze ist ein großes, hübsches Restaurant und die Aussichtsplattformen.

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Schnabolieren in der Höhe

Tür auf, Luft, Memphis und der MISSISSIPPI!!! Was für ein breiter Fluss. Unfassbar. Er schlängelt sich so durch die Gegend und sieht dabei auch noch echt beeindruckend aus. Graceland war kurz vergessen.

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Alles groß, alles riesig!

Riverside Drive; Shelby Park; Overtone Park

Eigentlich war ich schon ganz euphorisiert und wollte unbedingt am Riverside Drive entlang fahren, um den Mississippi noch ein bisschen länger zu begutachten. Leider ging auch der Plan daneben. Die Straße war wegen eines Festivals gesperrt. Na super. Also fuhren wir einfach so noch kurz und quer durch die Stadt, schauten uns Wohngegenden an und checkten die Lage der Beale Street.
Im Shelby Park, ein riesiger großer Park, mussten wir uns auch kurz umschauen. Hier grillten die Amis an großen Tischen, auf weiten Flächen an Seen ihr BBQ. Es sah sehr gemütlich aus.

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Suchbild: Wo habe ich mein Fahrrad geparkt?

Zum Abschluss des Tages fuhren wir zum Overtone Park. Dieser begrüßte uns mit einem kunterbunten Fahrradbogen. Ein wirkliches Suchbild: Roller, Tandem oder alte Räder, alles ist hier zu finden. Um uns noch ein bisschen Bewegung zu gönnen, liefen wir noch einen kleine Runde und nutzen somit den Trail. Schön war es hier.

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  • Den Mississippi sehen
  • Memphis erkunden
  • Kreative Ideen entdecken
  • Elvis besuchen (wenn auch nur kurz)

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Normalerweise bin ich kein Mensch, der Flugangst hat. Ich würde das auch immer noch nicht so benennen. Doch trotzdem gruselt es mich ein bisschen davor 10 Stunden im Flieger zu sitzen, in einer Enge, aus der ich im Notfall nicht wieder rauskomme. Dabei bin ich es doch gewohnt zu fliegen. Sollte es da nicht besser anstatt schlimmer werden? Mit Beruhigungsmittel in der Reserve werde ich hoffentlich einiges entspannter sein.

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Aber nun zum schönen Teil! Übermorgen ist es soweit. Morgens geht unser Flieger und ich bin gespannt auf all die neuen Orte, die wir hoffentlich ganz komplikationslos erreichen werden. Ich kann uns jetzt schon sehen, wie wir wieder einmal im Supermarkt stehen, aufgeschmissen, weil wir nicht wissen, was wir essen sollen. Beinahe kann ich sogar schon die 30 Grad spüren. Deswegen habe ich auch nur Sommersachen im Koffer-hups. Eigentlich habe ich gefühlt überhaupt gar keine Klamotten zum mitnehmen und trotzdem ist das Köfferchen schon wieder voll. Immer wieder faszinierend. Innerlich nervös überlege ich ständig, was ich vergessen habe zu packen.

Klar, dass ich im ganzen Gewusel auch erst einmal die ganzen Reiseführer durch wälzen musste. Jetzt habe ich eine schöne To-do-Liste und hoffe, dass wir diese auch abhaken können. Ich freue mich so sehr darauf dem Mississippi zu folgen, auf der Great River Road und dann irgendwann in New Orleans anzukommen. Da muss doch eine Kajaktour drin sein. Wird sich halt mit der Chemiekeule eingesprüht, damit die Moskitos uns nicht komplett löchern.

Barfuß laufen, kurze Hosen anziehen, Sonnenuntergänge betrachten und einen Bahama Mama in Nassau trinken. Am Strand versteht sich. Ach, Mensch. Ich habe mich lange geweigert Vorfreude zu empfinden. Jetzt streckt sie sich ganz zart in mir aus und wird langsam größer. Und trotzdem ist eine so lange Auszeit vom Alltag, in einem komplett anderen Land, immer ein Schock, wenn man wieder zurückkehrt. So viel kann passieren in 14 Tagen. Das Einleben im Urlaub geht meist schneller als das Ankommen Zuhause. Meine Vorfreude ist gemischt mit ein bisschen Angst. So richtig loslassen kann ich hier noch nicht. Denn wie Passenger schon singt: You only hate the road when you’re missing home.

See you soon guys!

Memphis is calling

Eigentlich wollte ich heute Morgen gar nicht aufstehen. Frei haben ist was Wunderbares. Vor allem am Freitag. Aber noch besser ist, die ganzen Pläne erst einmal über den Haufen zu werfen und ins Reisebüro zu laufen. Schnurstracks. Tür auf, hallo, ich hätte gerne eine Reise. Eine große. Wie jedes Jahr. Zum mitnehmen, bitte. In 105 Tagen geht es los.

Die ganzen Entscheidungen, die da getroffen werden müssen. Reicht das Geld? Ist die Strecke in 14 Tagen überhaupt machbar? Wie kommt man von Zuhause zum Flughafen? Wie viel Urlaubstage muss man nehmen? Mal nicht nachdenken und einfach buchen-das beschreibt unseren Übermut heute wohl am besten.

Jetzt stehen wir da, mit einer USA-Reise. Wir kennen das Land bereits. Wir wissen, wie die Autofahrten dort sein werden. Wir kennen uns und unsere Grenzen. Ob finanziell oder körperlich. Und trotzdem wissen wir eigentlich nichts. Denn sich immer wieder in ein neues Abenteuer zu stürzen, heißt auch immer wieder andere Wege zu gehen, neue Ecken des Landes kennenzulernen. Sich selbst neu kennenzulernen und sich gegenseitig nicht zu sehr auf die Nerven zu gehen.

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Von Memphis am Mississippi entlang direkt nach New Orleans. Von dort an der Küste weiter bis nach Miami. Danach auf die Bahamas. Wahnwitzige Idee. Aber eine geniale. Wahnsinn. Die Vorfreude ist jetzt schon riesig. Da muss ich doch direkt erst einmal eine Liste mit Must-see-Sachen zusammenstellen, denn mal ganz ehrlich: Was genau gibt es in den Orten denn alles so zu sehen? Für’s Planen hatte ich vorher ja gar keine Zeit. Hundertundfünf Tage! Ich dreh durch!