Teneriffa: Barranco del Infierno

Es gibt da einen der schönsten und vielleicht auch gefährlichsten Wanderwege auf Teneriffa. Dieser eine, der vor zwei Jahren immer wieder gesperrt war, weil durch Steinschlag einige Menschen ums Leben gekommen sind. Nun war der Barranco del Infierno schon längere Zeit wieder freigegeben. Mit einigen Sicherheitsvorkehrungen und Anmeldung, versteht sich.

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Vormittags um 10 Uhr ging es los. Erst einmal durchs halbe Dorf, steil bergauf geht es. Parkplätze am Eingang sind rar. Es einmal gibt es eine Sicherheitseinweisung, dann die Helme und dann geht es eigentlich schon fast los. Die Helme müssen die ganze Zeit aufbleiben. Stehen bleiben ist nur an den Aussichtspunkten und Infotafeln erlaubt. Ansonsten gibt es am hinteren Teil noch zwei „Ranger“ die ein bisschen aufpassen, dass nichts passiert (ist).

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Die erste Kilometer geht es gerade aus am Berg entlang, mitten in der Sonne. Es sind wunderschöne Aussichten ins Tal und in die Schlucht. Kakteenarten wachsen überall. Überhaupt ist die Flora und Fauna hier -trotz heißem, sonnenlastigen Süden- sehr abwechslungsreich. 300 Leute dürfen hier am Tag nur rein. Gut so, denn sonst wird der schmale Weg auch einfach zu voll. So kann man die Ruhe im Tal sehr schön genießen.

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Am Ende erwartet einen dann noch einmal ein kleines Highlight. Es sind nicht die Niagarafälle, wurde gesagt. Wir rechneten mit einem kleinen Rinnsal. Aber dann war es doch wunderschön. Ein kleiner, aber sehr schöner Wasserfall am Ende der Schlucht. Für ein kleines, verbotenes Picknick, verweilten wir dann noch kurz im Schatten der Berge. Dann ging es die 3,6 km wieder zurück in den kleinen Ort.

 

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Teneriffa: Icod, Santa Cruz & Anaga

Santa Cruz

Menschen über Menschen. Umso näher wir der Plaza de Espana kommen, desto wuseliger wird es. Die Kreuzfahrtschiffe waren das Erste, was mich abgeschreckt hat. Nun sind es die vielen Passagiere, die durch die Straßen ziehen. Santa Cruz ist auch für mich neu. In dieser Hauptstadt, die laut und riesig ist, war ich vorher noch nicht. Hatte also keinerlei Chance mich darauf vorzubereiten, wie es sein könnte. Während ich durch die Straßen zog, musste ich also erst einmal ganz viele Eindrücke verarbeiten.

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Santa Cruz ist im Gegensatz zu anderen Hauptstädten keine Schönheit. Im Vergleich zu Palma, Wien oder London zum Beispiel. Bei mir hat sich da keinerlei „Wohlfühl-Nachhausekommen-Modus“ eingestellt. Aber das ist für jeden ja auch anders empfunden. Es gibt eine Altstadt, mit bunten Häusern, viele belebte Plätze und noch mehr Menschen. Eigentlich wie überall.

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Anaga

Praktisch, dass das Anaga-Gebirge direkt nebenan liegt. Nach kurvigen Straßen und rasanten Ausblicken, ist man eigentlich schon fast mitten drin und dabei. Leider starteten wir an einem recht grauen, wolkigen Tag ins Gebirge. Hier hängt die große Zuckerwatte aber auch meist fest. Deswegen ist es auch so schön grün. Nur für die Aussicht ist es nicht wirklich vorteilhaft.

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Von den Aussichten ins Land, auf die Insel, das Gebirge und aufs Meer, davon hat das Anaga-Gebirge nämlich spektakuläre im Angebot. Eigentlich zumindest. Aber auch das hat irgendwie was.

Icod

Spektakulär wurde es dann an ganz anderer Stelle. Nämlich in Icod. Hier gibt es einen riesigen Park, der ähnlich wie ein botanischer Garten aufgebaut ist. Dieser kostet 6€ Eintritt, die sich allerdings nicht lohnen. Der Park ist zwar schön, aber das eigentliche Highlight-der riesige Drachenbaum-sieht man auch von außerhalb des Parks. Fotos davor kann man allerdings nur von innen machen.

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Ein bisschen weiter die Straße hoch steht schon der erste Drache. Er reckt seine Arme Richtung Blau. Lächelt die Sonne an und steht da ganz souverän. Der kleine erschien mir schon riesig, aber als wir dann den zweiten, größeren Bruder im Park sahen, war der Kleine schon wieder fast vergessen. Er sieht mit seinen ganzen Armen aus, als hätte er sich einen eigenen Irrgarten gebaut. Oder als würde er verkehrt herum wachsen, mit den Wurzeln in die Luft. Und wie fest er da im Garten steht. Einfach so in der Gegend herum. Bäume der Größe strahlen immer auch irgendwie eine Menge Ruhe und echte Kraft aus.

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Teneriffa: Teide & Los Gigantes

Teide

Was passiert, wenn man die Zeit vergisst? Ganz genau: Man steht vor einer geschlossenen Seilbahn, weil die Spanier ab und zu auch mal Feiertage haben. Zeitlich bin ich also nicht wirklich orientiert gewesen, örtlich umso mehr. Damit es sich auch gelohnt hat, wieder einmal auf den Berg zu fahren, wird kurzerhand eine Wanderung daraus gemacht. Eigentlich hatte ich mir nach der einmaligen Wanderung hier oben gesagt, dass es auch die einzige bleiben wird. Aber nun stehe ich wieder hier oben. In der strahlenden Sonne, mit etwas wenig Sauerstoff. Luft holen. Ausatmen. Luft holen. Ausatmen. Es ist kalt hier oben.

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Die Rockys. So hatten wir die Steinformationen getauft, vor denen wir nun standen. Aber ob diese wirklich solch‘ einen Namen hatten? „Es sieht aus wie in Amerika!“, sagte mein Bruder ständig und tausende Male antwortete ich darauf: „Nein, in Amerika ist es grüner. Und wirklich. Ich habe lange nach Bildern gesucht, die ein bisschen pflanzengrüne Tupfer hatten. Allerdings sind diese eher zu erahnen, als dass man sie wirklich sehen könnte. Ein bisschen Grün fand ich dann doch noch: Der Wanderwegweiser.

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Die Wanderung ist eine sehr leichte. Wenn sie eben nicht in 2500 Metern wäre, denn da ist jedes bergauf laufen schon ziemlich anstrengend. Aber wir liefen so vor uns her, schauten mal hier und da und genossen einfach die Steine. Erst ab der Mitte der Wanderung kamen uns etliche Menschen entgegen und es wurde etwas turbulenter.

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Los Gigantes

Einer der Urlaubstage wurde dazu genutzt in den Süden zu fahren. Mit eindeutigem Ziel: Delfine oder Wale sehen. Mein Vorschlag einer Kanutour wurde nicht erhört und so saßen wir wenig später in einem der Speedboote Richtung offenem Meer. Festhalten, festklammern, Sonnenbrille nicht verlieren. Das Meer glitzert einem strahlend schön ins Gesicht. Der Motor verstummte, wir tuckerten umher und plötzlich waren sie überall. Delfine sprangen, tobten quasi durch die Wellen. Fort vom Boot und das rasend schnell. Es waren etliche. Große Gruppen, manchmal nur zu zweit. Aber nie alleine.

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Sie zogen flitzend und fast lautlos durch das Meer. Nur das Prusten beim Auftauchen war zu hören. An dieses Geräusch erinnere ich mich gerne. Es klingt beinah wie ein verkniffendes Lachen. Als würden die kleinen Delfine uns dummen Touristen in dem kleinen Boot auslachen, bevor sie wieder unter der Wasseroberfläche verschwanden. Zu recht, wie ich fand. Beim Bilder sichten, hatte ich 399x das Meer fotografiert und vielleicht 3x einen Delfin erwischt. Nie ganz. Sie waren einfach zu flink.

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Wie es auch beim letzten Mal war, fuhren wir noch auf einen kleinen Abstecher an der Masca Bucht entlang und fühlten uns neben den riesigen Giganten wieder einmal winzig klein.

Lie

  • Steinwanderung
  • Höhenluft schnuppern
  • Delfine anschauen
  • Sonne genießen
  • Zeit vergessen

Teneriffa: Puerto de la Cruz

Taoro Park

Die Sonne strahlt wunderschön hell durch die Palmen. Es riecht sogar nach Urlaub. Die Luft ist hier ganz anders als bei uns in Deutschland. Das Sommergefühl im Herzen ist hier vorprogrammiert. Ich stehe auf dieser Terrasse über der Stadt und schaue zu, wie sich die bunten Häuser aneinander schmiegen. Das Meer ist tiefblau und küsst im Hintergrund den Himmel.

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Im Taoro Park ist die Ruhe wie eine Decke. Sie hüllt einen ein, entschleunigt und wirft alle Lasten von den Schultern hinunter. Erst ist da dieser laute Wasserfall, der rauschend durch den Park zieht. Weiter oben kommt das Gartencafe. Diese Wiese neben dem alten Haus, verwunschen schön bepflanzt. Und dann ist da noch der schwarze Schwan am Teich. Dieser, der mir vor zwei Jahren so einsam vorkam, liegt nun in einem Nest und brütet seine Kinder aus. Jetzt noch ein Käffchen und alles ist gut.

Innenstadt

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Von den höheren Hügeln geht es dann runter in die Innenstadt. So bunt wie sie von oben aussieht, ist sie mittendrin erst recht. Menschen tummeln sich durch die Straßen. Am Hafen entlang und auf den großen Plätzen. Schlendert man ein bisschen durch die Gegend, fällt einem sofort auf, wie vielfältig es hier ist. Puerto Cruz ist kreativ und malerisch schön. Die Häuser werden von Bildern geziert, Palmen und Hauswände sind eingestrickt. Die Divise lautet hier wohl: Hauptsache bunt.

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Küstenwanderweg

Hinter dem Maritim Hotel beginnt der Küstenwanderweg. Es geht raus aus der Stadt. Erst einmal tost da unten das Meer, dann bleibt es in den folgenden Straßen weiter bunt. Schritt für Schritt an der Küste entlang, rechts das Meer und links die Häuser. Leider schafften wir es auch dieses Mal nur wieder bis zum alten, verfallenen Pumpwerk. Stundenlang kann man von hier aus auf das Meer sehen.

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Wer noch einmal nachlesen möchte, was ich vor zwei Jahren dazu gesagt habe:
Taoro Park
Puerto Cruz

Teneriffa: Teide-Tour

Teide

Der Teide hat sogar eine Doppelfunktion. Er darf sich nicht nur Berg nennen, sondern auch Vulkan. Hoch oben thront er als bildliche Krone auf der Insel. Er überwacht quasi das Geschehen und das bunte Treiben am Fuße und weit darüber hinaus. Egal wo man ist, man sieht ihn fast immer-außer er versteckt sich hinter dicken Wolkenschichten. Dann hat er einen schlechten Tag. Das kennen wir ja alle.

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Schon vor zwei Jahren zog uns dieser Vulkanberg magisch an. Das Gipfelfieber hatte uns gepackt. Nur das wir meist mit dem Auto hinauffuhren. Wir waren ein einziges Mal dort oben wandern. Es kam mir vor wie in der Wüste. Auf fast 3000m brannte mir die Sonne förmlich die Kopfhaut weg, mein Puls fühlte sich an als wäre er auf 180, während meine Lunge nicht damit zurecht kam, dass so wenig Sauerstoff vorhanden war. Falls ihr noch einmal genauer nachlesen und lachen wollt: Welcome to the desert.

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Mondlandschaft auf dem Teide.

Auch dieses Mal fuhren wir wieder hinauf. Vorbei an der versteinerten Rose. An jedem Aussichtspunkt wurde kurz angehalten, gefroren (denn es waren nur ca. 10 Grad, stetig abnehmend) und Fotos geschossen. Alle die nach uns kamen, durften eigentlich nichts mehr zu knipsen haben-wir hatten jegliche Motive wegfotografiert. Jeden Winkel, jeden Stein.

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Villaflor 

Auf der einen Seite hinauf, auf der anderen wieder hinunter. Hier düsten wir nach Villaflor. Das Wetter änderte sich schlagartig. Es wurde noch kälter und plötzlich waren da Wolken. Einfach so. Aus dem Nichts zogen sie auf und hingen in den Bäumen fest. Die riesige, gigantische Pinie, die mittlerweile 45 Meter hoch ist, mussten wir uns trotzdem ansehen. So geschah es, dass ich mich winzig klein fühlte, neben diesem mächtigen Baum, den man mit 5 Leuten nicht hätte umarmen können. Ich versuchte es dennoch ganz alleine. Es sah wohl eher so aus, als würde ich mich mal eben kurz anlehnen wollen. Diese Ausmaße waren einfach zu gigantös für mich. Hut ab, großer Freund.

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Lie

  • Den Urlaub richtig starten
  • Alles wegfotografieren
  • Über die Wunder der Natur staunen
  • Dicke Bäume umarmen

Teneriffa: Atlantic Mirage Suites & Spa

Flughäfen haben etwas beruhigendes für mich. Da, wo so viel Hektik ist, lehne ich mich zurück und schaue den anderen vorerst beim Reisen zu, bevor es dann für mich selber los geht. Alles ist so geordnet. Erst der Check-in, dann die Sicherheitskontrolle, dahinter die Duty Free Shops und dann die Wartesäle. Säle, die voller Plastikbänke vollgestellt sind und auf denen häufig etliche Menschen sitzen. Wenn sie nicht gerade eilig zum Gate unterwegs sind.

Im Flieger erwartete uns dann eine kleine Überraschung. Endlich erlebte ich es einmal mit, dass die Sicherheitshinweise lustig vorgebracht wurden. Der Stewart begann mit der Aussage: „Es gibt etliche Wege seine Frau zu verlassen, aber nur acht aus diesem Flugzeug.“ Er untermalte die Schwimmwestendarstellung mit: „Achten Sie auf Ihre Frisur“ und machte Scherze bei den Sauerstoffmasken: „Hören Sie auf zu schreien, lassen Sie Ihren Sitznachbar los, ziehen sie sich die Maske über das Gesicht (…), erst dann helfen Sie Mitreisenden und Kindern. Haben Sie mehr als ein Kind, ist nun der Zeitpunkt, um sich zu entscheiden, welches Sie insgeheim lieber mögen.“
Mit dem Flug lief also alles glatt.

Atlantic Mirage Suites & Spa

Was viel ärgerlicher war, folgte dann. Aus dem Bus hinaus, nach etlichen Stunden unterwegs, fanden wir unseren Hoteleingang kaum, da dieser von Kränen zugeparkt war. Ja, richtig gelesen. Unser Hotel war eine Baustelle. Das Atlantic Mirage Suites & Spa in Puerto de la Cruz hätte eigentlich schon im November neu eröffnen sollen. Hat es aber nicht, erst am 16. Dezember wurden sporadisch ein paar Zimmer freigegeben. Keinerlei Meldung vom Reiseveranstalter vorab.

Eigentlich möchte ich hier keine Bewertung abgeben, denn das gehört auf Seiten wie holidaycheck oder Tripadvisor, aber da die Wut noch nicht ganz verraucht ist, möchte ich hier kurz einen Überblick geben. Nur damit ihr am Ende selbst beurteilen könnt, ob ich mich anstelle, oder nicht. Also los: Baulärm rund um die Uhr. Poolbar, Fitnessraum, Gourmet Restaurant, Wellnessbereich nicht vorhanden, ebenso die angepriesene Dachterrasse mit Jacuzzis (Blick aufs Meer und den Teide inbegriffen). Klingt nach Problemen, die eigentlich nicht schlimm sind. Manche Etagen waren noch gar nicht fertiggestellt. Fluchtwege versperrt. Steckdosen gingen nicht, was dann aber schnell behoben wurde.
Das Highlight für uns aber: Es gab keine Heizung. Die ausgekühlte Baustelle, auf der wir also 10 Tage wohnten, besaß angeblich keine Heizung. Die Funktion war jedoch eingebaut, ging allerdings schlichtweg nicht-angeblich diente die Heizfunktion nur zur „Frischluftzufuhr“. Ich wurde nicht richtig gesund, meine Mutter und mein Bruder erkälteten sich-das lag wohl an der ganzen frischen Luft.

Der absolute Knaller war jedoch die Reiseleitung. Die konnte nämlich gar nicht verstehen, was die Leute so schlimm daran fanden. Sie buchte einige der Menschen in andere Hotels um, war unfassbar unfreundlich und unsympathisch und belog uns dann auch noch mit der Aussage: „Im ganzen Norden gibt es keine Hotels mit Heizungen.“ Stichwort für uns, wir fragten in den Nachbarhotels nach, die alle eine Heizung hatten-ich möchte kurz erwähnen, wie schön es war in die warme Lobby zu laufen.

Positiv ist hier nur anzumerken, dass das Essen gut war. Allerdings gab’s auch hier Anfangs wenig Auswahl (die zunahm) und oft wusste man überhaupt nicht, was das, was vor einem lag, überhaupt war (Schilder fehlten gänzlich, die folgten dann an Silvester). Hinzu kommt, dass die Freundlichkeit der Angestellten. Die sind wirklich nett, sowohl Rezeption, als auch die Kellner. Auch die Aussicht vom Zimmer aus ist spektakulär.

Klingt alles nach Problemen, die eigentlich Jammern auf hohen Niveau sind. Ist auch richtig. Ich schlafe auch in Hotels und Hostels, die keinerlei Komfort bieten, allerdings weiß ich dann meist vorher, was ich da gebucht habe. So startete unser Urlaub also eher unentspannt, mit viel Enttäuschung und Ärgernis. Wir machten jedoch das Beste draus. Vorerst Füße hochlegen und aufs Meer gucken zum Beispiel.

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Mallorca: Alfabia & Miramar

Alfabia

Die für mich schönsten Orte habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Alfabia gehört definitiv dazu. Auch hier kostet der Eintritt zwar um die 7€, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Schon zu Beginn wird man von einer langen Allee begrüßt, die direkt auf ein riesiges, altes Tor zuführt. Der Garten ist einfach herrlich schön angelegt. Da zum Glück früh noch nicht so viele Leute da waren, hatten wir auch fast alles für uns.

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Besonders angetan waren wir Spielekinder natürlich von den Wasserspielen. Anhand eines Knopfes kann man diese anstellen. Unnötig zu sagen, dass wir ein ums andere Mal versucht haben schneller als das Wasser zu sein. Fehlanzeige.

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Es ist und bleibt ein ganz verwunschender Ort. Wer eine kleine Pause braucht, kann sich im Café einen frisch gepressten O-Saft und die leckersten Brownies der Insel gönnen. Überhaupt gibt es auch im weiteren Garten und im Haus noch einiges zu entdecken. Ein bisschen Zeit sollte man sich zum genießen also mitbringen.

Miramar

Wir haben es tatsächlich ein paar Tage hintereinander nicht geschafft uns das Herrenhaus anzusehen. Erst war das Wetter zu schlecht, dann war Sonntag und Sonntags hat Miramar zu. Uns ist es dann aber doch noch gelungen. Das Haus an sich finde ich tatsächlich gar nicht so spektakulär. Dafür der Eintritt mit 4€ auch bezahlbar. Das Einzige was uns wirklich interessiert hat, war der Garten. Denn auch hier kann man durch die alten Olivenhaine schlendern und das Meer anschauen (Miramar= Meer anschauen).

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Man hat wirklich einen wunderschönen Blick auf die Berge und das Meer. Und was braucht man denn noch? Außer die Ruhe, die einen umgibt. Nur die Schafe meckern leise vor sich hin und der Wind rauscht durch die Blätter der Oliven. Es ist wunderbar.
Wer von dem ganzen noch nicht genug hat, kann von hier aus auch auf eine Wanderung starten. Abenteuerlich ist sie und nicht gut ausgeschildert. Aber wer sich traut, der sollte gehen.

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Mallorca: Cap Blava, Cura & Soller

Cap Blava

Mit dem Auto erreicht man doch viele Ecken der Insel. Aber genauso viele eben auch nicht. Die Zufahrt zum Leuchtturm ist nicht für Autos gedacht. Somit ist aber immerhin ein kleiner Spaziergang drin. Unten am Leuchtturm angekommen, kann man noch unendlich weit an der Steilküste entlang laufen und sich von der Sonne blenden lassen. Oder man steht einfach nur da, guckt aufs Meer und genießt das strahlende Blau.

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Botanischer Garten Soller

Recht happig ist der Eintritt im Garten mit 8€ schon. Ob es sich wirklich lohnt, bezweifle ich immer noch. Im Frühling, wenn alles blüht, ganz bestimmt. Jetzt im Spätsommer waren die meisten Pflänzchen nur noch grün oder sogar schon ganz verblüht. Der Garten ist allerdings recht hübsch angelegt: Mit kleinen Teichen und Wasserläufen. Besonders toll ist es für Naschkatzen. Ob kleine Peperonis, süße Weintrauben oder Schnittlauch. Fast wie im Schlaraffenland. Und gegen Ausblick auf die Berge kann man sowieso nichts sagen.

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 Kloster Cura

An einem unserer Regentage fuhren wir auf den Berg zum Kloster Cura. Das Pech mit den Aussichten habe ich nun schon öfter gehabt. Aber wer bei schlechtem Wetter auf einen Berg fährt, ist auch selber Schuld. Die Aussicht war also gleich null. Mystisch sah es aus. Das wolkenverhangene Land. Am Ende, nach einem leckeren Käffchen im Restaurant, brach dann doch noch die Sonne durch. Manchmal ist Geduld wirklich sehr sinnvoll.

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Mallorca: Santa Ponca, Port de Valdemossa, Cala Figuera

Santa Ponca 

Vielleicht habt ihr in meinen Berichten im März schon von Santa Ponca gelesen. Meines Erachtens muss man sich an die Stadt erst einmal gewöhnen, bevor man sie wirklich schön findet. Dafür hat sie ganz herrliche Ausblicke. Wer sich ein bisschen die Beine vertreten möchte, kann dies im Archäologischen Park machen. Es geht zwar fast nur bergauf, was bei 28 Grad nicht so witzig ist, aber wer es bis nach oben schafft, der wird mit einem bezaubernden Weitblick belohnt.

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Port de Valdemossa

Valdemossa an sich ist ja schon eine sehr wunderschöne Stadt. Da gibt es wirklich keinen einzigen Menschen, der das nicht so findet. (Oder kennt ihr etwas jemanden?) Aber warum immer das Gleiche sehen? Auf abenteuerlicher Piste geht es die Serpentinen hinunter. Kurve um Kurve. Hat man hier ein etwas dickeres Auto, wird es bei Gegenverkehr schon mal eng. Außerdem ist Port de Valdemossa so klein, dass nicht viele Parkplätze vorhanden sind. Es kann also sein, dass dir als Fahrer der Schweiß den Nacken runter läuft, die Augen weit aufgerissen sind und du unten bemerkst, dass der ganze Weg und die ganze Aufregung umsonst waren. Aber falls nicht, hat man einen kleinen Hafen zu erkunden.

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Cala Figuera 

Ja, tatsächlich gibt es auch hier noch versteckte Orte, an denen ich noch kein einziges Mal gewesen bin. Manchmal kommt man an diese Orte auch nur, weil man z.B. im Kreisel die falsche Ausfahrt genommen hat und den kleinen Schotterweg weiterfährt, um eigentlich am Ende nur wenden zu können. Aber Cala Figuera ist nicht einfach nur zum Wenden da. Es ist auch gleichzeitig ein so verwunschender, ruhiger und bezaubernd schöner Ort. Der Hafen liegt direkt in der Bucht. Irgendwie erscheint es gar nicht wie von dieser Welt. Die Fischer sitzen auf umgedrehten Plastikeimer und flicken ihre Netze. Die kleinen Boote schunkeln leise im Wasser. Ein bisschen weiter noch und man gelangt in die nächste Bucht. Ebenso schön und herrlich ruhig. Sich zu verfahren ist manchmal auch ganz nützlich.

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Mallorca: Peguera, Camp de Mar & Finca de Galatzo

Peguera

Um mal damit zu beginnen, womit wir eigentlich begonnen haben: Die ersten Tage des Urlaubs war das Wetter nämlich so herrlich, dass wir unbedingt den Schnorchel auspacken, das Strandtuch auf den Sand schmeißen und die Sonnencreme auf der Nase verschmieren mussten. Allerdings waren wir in Peguera dieses Mal gar nicht zum schwimmen. Nur zum Gucken und ein bisschen schlendern. Und im Patatas ein paar Kartoffelpuffer vernaschen. Ansonsten war uns der Strand viel zu überlaufen. Das war im März aber ganz anders.

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Camp de Mar

Eine Bucht, die ebenfalls sehr, sehr voll sein kann. Aber um das glasklare Wasser ein bisschen zu genießen und vor allem um die Fischschwärme zu betrachten, ist diese Bucht einfach ein Highlight. Nur Achtung: Die Fische beißen ab und zu Mal. Über Camp de Mar habe ich schon einmal geschrieben. Das könnt ihr hier nachlesen.

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Finca de Galatzo

Da jetzt schon zwei Dinge vorangegangen sind, die ich bereits in meinen vorigen Urlauben gemacht habe, bleibe ich auch der dritten Sache beim altbewährten. Und zwar ist das eine kleine Wanderung durch das Tal des Galatzos. Wer an einem sehr warmen Tag los läuft, um die Berge zu genießen, der hat zumindest Glück nicht einen Haufen Touristen zu treffen. Allerdings ist der Fluglärm hier zu hören. Es ändert sich eben alles.

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Trotzdem ich es nun nicht mehr das Tal der Stille nennen kann, liebe ich diesen Ort einfach. Auch den Bericht vom letzten Mal könnt ihr hier nochmal nachlesen. Sonst bleibt nichts mehr zu sagen. Jede Wanderung in diesem Gebiet lohnt sich.