Pfänder & Konstanz [Bodensee]

Nun folgt noch der letzte Eintrag. Zum Ende unserer Reise hin fiel uns fast schwer, auszuwählen, was wir machen wollten. Zumal wir nicht allzu viel Zeit hatten. Also wurde kurzer Hand entschlossen nach Österreich zu fahren. Dieses Länder Dreieck (fast Sechseck) ist hier unten einfach herrlich. Kaum ist man in der Schweiz oder in Österreich und schon sprechen auch die Leute ganz anders.

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Im Auto ist der Weg am Bodensee entlang wesentlich entspannter als mit dem Rad. Wir konnten also fast alles, was wir den Tag vorher nur so halb wahrgenommen hatte, noch einmal genauer begutachten. Im Schnelldurchlauf. Dann ging es nämlich schon über die Grenze und hinauf auf den Pfänder.

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Dieser Weitblick ist einfach gigantisch. Obwohl der „Berg“ noch nicht einmal sehr hoch ist (kleiner als der Brocken!), konnten die echten Berge angeschaut werden und der Bodensee lag uns zu Füßen. Es war super voll hier oben. Menschen tummelten sich aneinander. Wäre es etwas ruhiger gewesen, hätten wir sicher noch ein bisschen mehr Zeit hier verbracht. So schauten wir noch einmal kurz in den kostenfreien Wildpark und sagten den Mufflons hallo.

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Nach einem kleinen Snack und späterem Käsekauf am Käsomat, ging es dann auch schon wieder Richtung Deutschland zurück. Die Fahrt nach Konstanz zog sich ewig. Konstanz war ein einziger Stau. Und auf dem Parkplatz erst nach 10 Runden drehen etwas frei. Unsere Laune war im Keller.

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Aber dennoch: Auch wenn wir keine Lust mehr hatten in Konstanz überfüllte Innenstadt, saßen wir einfach ein bisschen am Rhein mit D, den wir hier treffen wollten, und aßen Kuchen. Auch das ganz sehr nett sein.

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Museumstage [Wien]

Wenn Wien für eines bekannt ist, dann wohl für seine Museen. An jeder Ecke lässt sich, für jeden Geschmack, ein Museum finden. Weltmuseum, Wienmuseum, Kriegsmuseum oder doch lieber die pathologisch-anatomische Sammlung. Wer hier nicht fündig wird, der ist wirklich ein Kulturbanause.

Narrenturm

Der Narrenturm. Endlich wieder ausgepackt. Zumindest fast. Er glänzt in ganz neuer, weißer Farbe. Ja, er strahlt quasi in der Sonne. Es ist schön zu sehen, dass er sich so herausgeputzt hat, im Gegensatz zum letzten Mal. Dafür lohnt es sich noch einmal wiederzukommen. Und auch für die Ausstellung im Inneren. Wer sich ein bisschen für den menschlichen Körper interessiert, der ist hier genau richtig.

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Im unteren Flur kann man sich zwischen den einzelnen Ausstellungsstücken frei bewegen. Nachteil: Man muss selber lesen. Aber man kann sich auch gleichzeitig so viel Zeit lassen, wie man möchte. Derzeit ist der Narrenturm leider nur eingeschränkt zu besichtigen, da die Renovierungsarbeiten im Inneren noch laufen. Dafür gibt’s vergünstigten Eintritt. So viel über Tuberkulose und Rachitis habe ich in so kurzer Zeit bisher noch nicht gelernt.

Die Führung machten wir dann auch direkt noch mit. Die Wiener Medizinstudenten sind flott unterwegs. Die Ausstellung im 1. Stock ist riesig und man könnte hier alleine schon einen ganzen Tag verbringen. Oder mehrere. Außerdem ist das Ambiente der alten psychiatrischen Klinik wirklich ein bisschen gruselig. Aber leider sind die Studenten sehr schnell, erklären zwar sehr viel und alles ist auch sehr anschaulich mit den ausgestellten, eingelegten Körperteilen oder den Wachsnachbildungen, aber dennoch hätte ich mir ein bisschen mehr Zeit gewünscht. Und ein paar Infos zur Vorgeschichte des Gebäudes. Denn das ist ja das eigentlich spannende.

Der Narrenturm ist etwas schwierig zu finden, wenn man ihn das erste Mal sucht. Direkt auf dem Campus gelegen, versteckt er sich ganz gut. Am Besten man kommt von der Spitalgasse über die Sensengasse die kleine Treppe hinauf.
Der Eintritt liegt bei 6€ (ohne Führung und ohne Ermäßigung).

Heeresgeschichtliches Museum

Das Heeresgeschichtliche Museum… Ja, liebe Leute, da kann ich wirklich nicht viel von erzählen. Sie haben eine tolle Eingangshalle. Der Audioguide ist kostenfrei. Eine Fotoerlaubnis kann man sich für 2€ dazu erwerben. Ansonsten ist der Eintritt mit 4€ ermäßigt wirklich human. Die Ausstellung ist riesig und ich habe leider nur die Hälfte-wenn überhaupt-gesehen.

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Eigentlich nur die Sisi und Franz Zeit und alles vorab. Dann hatte sich mein Audio Guide aufgehangen und ich wusste: Es wird kein guter Tag für mich. Auf den 1. Weltkrieg konnte ich mich leider nicht konzentrieren. Aber ich kann euch sagen: Das Aufsichtspersonal ist unglaublich nett und sehr bemüht einem auch in den schlimmsten Situationen mit einem Witz zur Seite zu stehen. Vielen Dank, falls einer von euch das liest.

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Ich werde sicher noch einmal wiederkommen. Das nächste Mal. Oder übernächstes Mal. Denn immerhin muss ich ja noch den Panzergarten und den 2. Weltkrieg anschauen.

Restaurants,Kaffeehäuser & Hotel [Wien]

Caffe latte

Das Café am Hernalser Gürtel ist wunderbar. Auch letztes Jahr habe ich es schon angetestet und war direkt verliebt. In den wohl weltbesten Cheesecake! Ich kann den Genuss gar nicht in Worte fassen, so lecker ist er. Also musste natürlich auch dieses Jahr wieder einer verzehrt werden. Zusätzlich gab es dann an einem Abend noch leckeren Quinosalat mit Ziegenkäse und Erdäpfellocken. Yummy.

Auch das Ambiente ist sehr nett und der Innenhof bei warmen Tagen sehr wunderbar zu nutzen. Außerdem ist das Personal durchgehend freundlich.

Adresse: Caffe latte, Hernalser Gürtel 43, 1170 Wien

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Cafe Klimt

Direkt am Michaelertor liegt das Café Klimt. Die Sachertorte dort ist ein äußert lecker. Einen Klimt-Shop kann man im Anschluss auch noch besuchen. Das Café ist mehr dem „alten“ Kaffeehausstil angelehnt, allerdings noch lang nicht so gemütlich wie z.B. das Café Sperl. Überhaupt ist das Café Klimt sehr hektisch und touristisch, aber das ist wohl der Lage zu verdanken.

Adresse: Cafe Klimt, Michaelerplatz 2, 1010 Wien

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Restaurant Rebhuhn

Wenn man Siggi Freud einen Besuch abgestattet hat, stolpert man an der Ecke quasi direkt ins Restaurant Rebhuhn. Wer Hunger hat, sollte das auch tun. Das Angebot ist wirklich lecker, vor allem die Käsespätzle sind sehr zu empfehlen.

Adresse: Gasthaus Rebhuhn, Berggasse 24, A-1090 Wien

Hofzuckerbäcker Demel

Es gibt wohl schon sehr lange diesen Streit, woher die Sachertorte eigentlich wirklich kommt. Der Herr, der diese im Hotel Sacher ganz ursprünglich verkauft hat, hat im Demel gelernt und das Rezept am Ende einfach mitgenommen. Nun, egal wer es von den beiden Herren jetzt wirklich war: Eine originale Sachertorte findet man entweder hier im Demel oder im Hotel Sacher. Aber auch sonst gibt es Kuchen und Torten in Massen. Also eigentlich weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Mit gucken und mit essen.

Adresse: K. u. K. HOFZUCKERBÄCKER, CH. DEMEL‘ S SÖHNE GmbH, Kohlmarkt 14, A-1010 Wien

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Hotel Donauwalzer

Gar nicht so weit weg und mit guter Straßenbahnanbindung, befindet sich das Hotel Donauwalzer. Dies ist mein zweiter Aufenthalt dort gewesen und ich war beide Male sehr zufrieden. Die Zimmer sind nicht die modernsten, aber alles ist sehr nett gestaltet. Besonders zu loben ist das Frühstücksbuffet. Einfach klasse, was es für eine Auswahl an Leckereien gibt. Von Marktkäse bis zur selbstgemachten Bärlauchpesto. Die Hotelinhaberin begrüßt Sonntags die Gäste persönlich und fragt, ob alles wünschenswerte vorhanden ist.

Überhaupt gibt es Live-Musik zum Frühstück. Einen Morgen wurden Walzerstunden angeboten und jeden Tag kann man an dem Gewinnspiel teilnehmen: Das Hotel bewerten und gewinnen. Wir ließen uns also am Sonntagmorgen von der Fiaker direkt vom Hotel abholen und bis zum Graben kutschieren. Ein herrlich schöner Start in den Tag.

Adresse: Hernalser Gürtel 27, 1170 Wien, Österreich

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Rund um die Hofburg [Wien]

Der neuste Trend in Großstädten mit vielen Sehenswürdigkeiten sind die Free Walking Touren. Habe ich mir sagen lassen. Ich hatte zwar die Befürchtung, dass es nicht allzu viel Neues für mich rund um die Burg zu sehen gibt, aber dennoch freute ich mich auf das Wienerische. Leider Fehlanzeige. Die Dame war Polin und hatte keinerlei österreichischen Akzent. Dennoch machten wir uns mit der Gruppe auf den Weg. Start war der Albertina Platz an der Staatsoper. Das tolle an den Free Walking Touren ist, dass man jeder Zeit aussteigen kann und am Ende so viel gibt, wie man für richtig hält. Wir begleiteten die Gruppe für die gesamten 2,5 Stunden.

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Es war zwar sonnig, aber dennoch ziemlich kalt. Auf dem Albertina Platz lernten wir dann direkt auch erst einmal was über die Grundmauern der Stadt und die Staatsoper, die von den Österreichern zuerst gehasst wurde und dann, nach der Zerbombung, doch wieder genau so aufgebaut wurde. Weiter ging es Richtung Palmenhaus. Wieder haben wir es nicht geschafft, hier einen Kaffee trinken zu gehen. Durch den Garten, an all den Denkmälern vorbei. Bei Mozart verweilten wir dann etwas länger.

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Richtung Heldenplatz, ein paar neue Infos über Sissi und Franz, den Knabenchor, den es schon lange in der Hofburg gibt und in dem selbst Falco damals sang. Wir schlängelten uns durch die riesigen Tore der Burg, bis hin zur Hofreitschule. Die allerdings für eine einzelne Besichtigung dann doch etwas zu teuer war.

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Zum Abschluss erfuhren wir noch einiges über die Sachertorte und das Cafe Demel. Dann ging es über den Kohlmarkt durch den Graben bis zum Stephansdom. Hier endete die Tour.

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Wir waren total durchgefroren, aber dennoch mit ein bisschen mehr Wissen als vorab. Vor allem die uralten Toiletten mussten wir dann noch testen. Hätten wir die Tour nicht mitgemacht, hätten wir das wahrscheinlich nie mitbekommen. Diese hübschen, alten, öffentlichen Toiletten, direkt unter dem Graben.

Sightseeing [Wien]

Wer bereits in dieser Stadt war, der weiß, dass man sich die Sehenswürdigkeiten, die man eigentlich schon 20x gesehen hat, ruhig auch noch ein weiteres Mal anschauen kann. Denn irgendwie ist es ja doch immer anders. Die Sonne steht anders, es sind andere Menschen unterwegs, mal mehr mal weniger. Aber eins ist immer gleich: Die Schönheit, der Prunk und Protz dieser Stadt.

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Rathaus & Burgtheater

Für mich immer noch einer der Orte, an denen ich erkannt habe, wie viel Liebe und Ehrfurcht diese Stadt verdient. Da steht man auf diesem Platz zwischen diesen zwei großartigen Gebäuden: Das Burgtheater und das Rathaus. Eigentlich kann man sich auch direkt in die Mitte stellen und den ganzen Tag nur von links nach rechts wenden, um zu staunen. Im Frühling lädt der Volksgarten nebenan zum Schlendern und Verweilen ein. Ende März war allerdings vom Frühling leider noch nicht viel zu bemerken.

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Heldenplatz & Nationalbibliothek

Ein Stückchen weiter, direkt durch den Volksgarten hindurch geschlendert, landet man unvermeidlich auf dem Heldenplatz. Zu lange darüber nachdenken, was sich hier damals abgespielt hat, sollte man jedoch nicht, denn dann möchte man eigentlich nur noch schnell weitergehen. Aber jetzt, wo die Nationalbibliothek in dem riesigen Gebäude schon seit 650 Jahren wohnt, konzentriert man sich lieber auf das Ambiente und die Größen der Gebäude.

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Lie

  • Auf den Spuren der Geschichte.
  • Staunen im Mittelpunkt der Stadt.

Das taugt mir. [Wien]

Nightjet ÖBB

Es ist ein bisschen wie damals auf Klassenfahrt. Sachen zusammengestopft und nachts auf Reisen gegangen. In ein winzig kleines Abteil des Nachtzugs der ÖBB. Die Deutsche Bahn hat ihre Nachtzüge ja schon vor einiger Zeit abgeschafft. Die ÖBB ist aber auch eine starke Konkurrenz. Es ist schon etwas komisch, sich auf die unbequemen Liegen zu legen und zu hoffen, dass man nicht von oben nach unten im Schlaf hinunterfällt. Allerdings ist die Sorge wirklich unbegründet, denn eigentlich kann man wegen der ganzen Geräusche und des andauernden Gewackels eh nicht schlafen. Also höchstens ein paar Stunden. Morgens früh bringt der Schaffner dann jedoch noch ein kleines Frühstück „ans Bett“. Wer früh genug bucht, bekommt ein 4er Liegeabteil schon für ca. 80€. Einmal im Leben muss man das gemacht haben.

Wien

Diese außerordentlich schöne Stadt Wien. Herrlich ist es wieder hier zu sein. Bezaubernd und das obwohl alles Grau ist und irgendwie auch ganz schön kalt. (Vielleicht ist das auch nur der Schlafmangel.) Im Hotel können wir so früh noch nicht einchecken und somit gebe ich den Reiseleiter und lege unsere Tagesroute fest. Ein bisschen umherwandern und genießen steht an erster Stelle.

Das Museum hat ebenfalls noch geschlossen. Also schauen wir uns im 9. Bezirk etwas näher um. Auch hier komme ich aus dem Staunen nur langsam wieder raus. Die Häuserfassaden, die kleinen Gassen und selbst die breiten Straßen, alles ist einfach nur wunderschön. Wien ist wieder rausgeputzt bis zum geht nicht mehr.

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Der Donaukanal liegt direkt um die Ecke. Selbstverständlich schlendern wir auch hier ein bisschen entlang und werfen dann noch einen Blick auf einen der vielen Flaktürme, die noch immer in Wien stehen und irgendwie nicht so recht hineinpassen wollen in diese Stadt. Plump und unverschnörkelt, ohne Zierde und ganz braun. Aber auch das hat irgendwie was. Es gehört schließlich auch zur Geschichte dazu.

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Sigmund Freud Museum

Wir alle haben in irgendeiner Weise mit Sigmund Freud zu tun. Der bekannteste Grundsteinleger für die Psychoanalyse. Da haben wir nicht lange gezögert und uns in die Berggasse 19 aufgemacht. Schon nach dem Drücken des Klingelknopfes hätte es mich nicht gewundert, wenn mir Prof. Dr. Freud höchstpersönlich aufgemacht hätte. Der Eintritt ist etwas hoch, im Vergleich zu anderen Museen, dennoch kann man sich das ganze gut und gerne einmal ansehen.

Zum Beispiel ist es ja auch ziemlich cool im Warte- und Arbeitszimmer herumzulaufen. Die alten Möbel zu betrachten. Noch einmal ganz vieles neues über ihn zu lernen. Nicht nur über ihn, sondern auch über seine Tochter, die ja direkt in seine Fußstapfen getreten ist. Es war sicher keine einfache Zeit damals, gerade für Freud als Jude. Vor allem dann, als sie aus Wien fliehen mussten. Eine spannende Zeitreise kann man hier auf jeden Fall erleben.

Prater

Lieber guter Himmelsvater
einmal möcht ich noch im Prater
fahren mit der Grottenbahn
und möchte am Ringelspiel mich drehen
die Wiener Madln sehen

-Wanda: Ein letztes Wienerlied

Der Prater. Man kann einiges über ihn sagen. Letztes Jahr war ich am 1. Mai dort und wurde von Menschen überrannt, denn der 1. Mai ist auch in Österreich Feiertag und das zeigen die Wiener gerne. Besonders schön blieb er mir da nicht in Erinnerung. Doch dieses Jahr, fast ein Jahr später, war alles anders. Der Prater war ausgestorben. Es war fast ein bisschen gruselig. Die Fahrgeschäfte dudelten vor sich hin und es war fast kein Mensch zu sehen. Treibt man sich nicht unbedingt direkt am Praterstern herum, wo sich der Rummel befindet, ist der folgende Park eigentlich ganz tauglich für einen erfrischenden Spaziergang. Laufen kann man zumindest bis unendlich.

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Kunsthaus & Hundertwasserhaus

Auch hier war ich letztes Jahr schon einmal. Stand vor diesen wunderschönen Häusern in der Sonne und war begeistert von den Farben, der interessanten Gestaltung und der Kombination mit der Natur. Dieses Jahr wirkte es ganz anders. Auch sehr schön, aber ein bisschen weniger fröhlich. Die Sonne hat leider ein bisschen gefehlt. Hinzu kam der Schlafmangel. Dennoch: Hundertwasser ist einfach ein begnadeter Künstler gewesen. Das Fernwärmewerk in Wien wurde ebenfalls von ihm gestaltet. Welche Stadt kann sowas noch von sich behaupten?

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  • Nachtzug fahren.
  • Endlich wieder in der Lieblingsstadt schlendern.
  • Siggi Freud besuchen.
  • Neue Bezirke erkunden.
  • Kunst und Kultur.

Donauliebe (Wien IX)

Schloss Schönbrunn & Schlossgarten

Der Eintritt für das Schloss war uns doch etwas zu happig. Sowieso nehmen die Österreicher für alles und nichts einen Eintrittspreis. Terrassenausblick: 4,40€, Irrgarten: 3,80€, Toiletten (nur für die Frauen, weil Männer können ja aufs Pissoir): 0,50€. Das, liebe Österreicher, finde ich uncool an euch, aber sonst habe ich nichts zu meckern.

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Aber auch wenn man „nur“ durch den Schlossgarten wandert, ist das schon einiges wert. Ausblicke auf Wien hat man auch so-wunderschöne sogar. Bei uns kam dann noch das gute Wetter dazu. Besser hätte es nun wirklich nicht sein können. Ach, wie musste sich Sissi damals gefühlt haben…

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Naschmarkt

Wer noch nicht genug vom touristischen Trubel hat, dem empfehle ich einen Besuch auf dem Naschmarkt. Es wird gehandelt, Ware angeboten und doch gibt es eigentlich an jedem zweiten Stand das Gleiche. Trotz allem muss man mal drüber gewandert sein. Kandierte Früchte, Tee, Käse oder diverse Antipasti. Lecker schaut es ja alles aus! Wer da keinen Hunger bekommt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Wir aßen dann zumindest sehr lecker auf dem Naschmarkt im kleinen Kaffee Do-an.

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Donaupark & Donauinsel

Abseits vom Tourismus liegen der Donaupark und die -insel. Hier hat man tatsächlich noch seine Ruhe. Vor allen mögliche Leuten. Das schöne Wetter war fast sommerlich und so saßen wir erst ein bisschen im Park herum, schlenderten quer hindurch, sahen uns den Donauturm an und schauten in den wolkenlosen Himmel.

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Weiter ging es zu Fuß bis zur Donauinsel. Der kleine Streifen Grün mitten im Wasser ist ideal, um ein bisschen auszupannen und noch einmal die letzten Stunden Wien in vollen Zügen zu genießen.

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Was ich als persönlichen Lieblingsort im Nachhinein nennen würde, wenn ich müsste: Wien. Einfach alles an der Stadt ist schön. Sie wird durch die Kleinigkeiten noch viel größer. Zum Beispiel die süßen Ampelmännchen und -frauen, händchenhaltend und mit Herzchen in der Mitte.

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  • Touritrubel im Schlossgarten
  • Schlendern auf dem Naschmarkt
  • Sonne und Ruhe tanken im Park
  • Wetter genießen an der Donau im Grünen

Kultur- und Kunstgenuss (Wien III)

Naturhistorisches Museum (NHM Wien)

Eine kleine Verbindung konnte ich nun doch wieder zu London herstellen. Damals war ich mit L im Naturhistorischen Museum. Auch in Wien konnten wir uns das nicht nehmen lassen. All diese riesigen Museen fände ich alleine von der Bauweise her schon so beeindruckend, dass ich eigentlich gar keine Austellungen mehr bräuchte.

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Aber natürlich schlenderte ich dann zu den Mineralien. Von hier weiter zum Weltraum (die Eisenmeteoriten!). Überall gab es etwas neues zu sehen. Obwohl die Ausstellung so umfangreich war, dass mir nach dem 20. Raum die Füße weh taten, musste natürlich alles gesehen werden. Säugetiere, Vögel, Reptilien, Insekten und selbstverständlich auch die Dinos.

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Über Dinos kann man nämlich immer staunen. Egal ob in Österreich oder England. Im Nebenraum gab’s dann auch noch das Walskelett, Elefanten und eine menge Menschen, die einfach nur im Weg rumstanden.

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Dienstags hat das Museum übrigens geschlossen.
Eintrittspreise gibt es (für Studenten unter 27 Jahren) schon für 5€.
Mit der U-Bahn kommt man ganz gemütlich bis zum Museums Quartier.

Kunsthaus

Bei strahlendem Sonnenschein kann man die Stadt am besten zu Fuß erkunden. Dann findet man auch direkt solche Prachtstücke wie das Kunsthaus. Drinnen waren wir nur kurz, um im Shop zu stöbern, aber auch von Außen sieht es herrlich aus. Das Café und Restaurante im Innenhof lädt zum Sitzen ein.

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Hundertwasserhaus

Ein paar Straßen weiter gibt es dann noch das bekannte Hundertwasserhaus. Auch wenn das Kunsthaus schon sehr nach Hundertwasser aussieht, sollte man sich dieses auch noch anschauen. Mit künstlerischen Elementen ist das Haus zu einem echten Hingucker geworden. Mal schief, sehr bunt und ganz gegen die Norm. Und natürlich immer ein bisschen Natur mit dabei.

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  • Kunsthäuser besuchen
  • Sonnenspaziergänge mit Kultur
  • Naturhistorisches entdecken: Von Dinos bis Weltall

Kaffeehausleben (Wien II)

Graben

Weiter geht die Entdeckungstour. Direkt hinter der Hofburg (oder davor) beginnt der Graben. Die Einkaufsstraße, die wohl nur für Leute wirklich interessant ist, die eine Menge Kleingeld in der Hosentasche haben. Zumindest, wenn man etwas kaufen möchte. Allerdings ist sie so auch ganz nett anzusehen. Ein kleiner Spaziergang empfiehlt sich auf jeden Fall-vor allem weil es auch gar nicht so voll ist (Ironie).

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Teuer und schön und teuer und schön. Graben.

Stephansdom

Wer dem Graben folgt kommt mehr oder weniger zwangsläufig beim Stephansdom heraus. Die Masse entscheidet eh, wohin du gehst. In diesem Fall war es gar nicht schlecht. 343 Stufen kann man hier in einem winzig kleinen Treppenhaus empor steigen. Immer wenn dir jemand entgegen kommt, muss man kurz den Bauch einziehen oder sogar stehen bleiben. Treppauf ist das Stehenbleiben ganz nett, weil man nach 20 Stufen schon die Puste verliert. Trepprunter ist es ebenfalls ganz nett, weil man sonst einen Drehwurm bekommen würde. Die Treppe ist nämlich eine Wendeltreppe.

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343 Stufen hinauf. Der kleine Stephansdom.

Ist man oben angelangt quetscht man sich mit ganz vielen anderen Menschen in den kleinen Raum und stellt sich dann an, um aus den verschiedenen Fenstern zu schauen. Der Ausblick auf die Stadt ist wunderschön, aber man fühlt sich mit den ganzen Menschen im Nacken irgendwie immer ein bisschen gehetzt. Es reicht also nur für ein Foto aus jedem Fenster. Zuhause kann man beim Fotos anschauen dann in Nostalgie versinken.

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Hallo Schönheit. Wien.

Prater

Weil das noch nicht genug an Menschenmassen war, haben wir uns waghalsig wir sind, am 1. Mai (Feiertag in Österreich) zum Prater gewagt. Blöde Idee. Ich weiß zwar nicht, ob der Prater an irgendwelchen Tagen mal wirklich leer ist, aber am Montag war er voller als voll. Die ganzen Fahrgeschäfte mit ihrer nervtötenden Musik kamen noch dazu. Eigentlich nichts für mich, aber ein bisschen wehmütig schaute ich das bekannte Riesenrad dann doch an.  Hach Wien, auch an den nicht so schönen, proppenvollen Stellen, bist du einfach nur wunderschön.

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Irritiert war ich vor allem über die Vovit Kirche. Irgendwie bin ich immer wieder daran vorbeigelaufen und habe sie aus der Entfernung gesehen. Sie erinnert mich ein bisschen an Notre Dame. Hübsch gebaut ist sie alle Male.

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Luftige Bauten. Vovit Kirche.

Mariahilf & Kaffeehäuser

Im Stadtteil Mariahilf haben wir uns öfter aufgehalten. Hier sammelt sich ja auch wirklich alles an. Von Shoppingmeile bis zu den schönsten Kaffeehäusern. Bummeln kann man bis zum Umfallen. Danach stärkt man sich einfach bei Kaffee und Kuchen.

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Essen bis man platzt. Cafe Sperl.

Im Cafe Sperl zum Beispiel gibt es das bekannte Wiener Kaffeehausflair. Auf alten Sitzecken sitzt man etwas schief und verspeist die Leckereien. Auf die Kaffeehäuser hatte ich mich vorher besonders gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht!

Das Caffe Latte (nicht im I. Bezirk) ist dagegen ganz modern, hat einen wunderbar niedlichen Innenhof und den weltbesten Cheesecake in Wien (den Widerspruch hat keiner bemerkt). Oh bitte, ich würde hier einziehen, wenn ich dürfte.

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  • Kaffehäusertester spielen
  • Durch die Straßen Wiens ziehen
  • Ausblick mit Charme vom Stephansdom aus
  • Das Leben auf österreicherisch genießen

Heimat der vielen schönen Dinge (Wien I)

Nun ist das lange Wochenende auch für mich fast vorbei. Weil mir danach war, habe ich gleich zwei Arbeitstage (oder eher Studientage) ausfallen lassen und bin länger im Urlaub gewesen. Jetzt nach den freien Tagen habe ich ein Jahr mehr auf dem Buckel, meinen Geburtstag endlich mal in einem anderen Land gefeiert (in dem ich vorher nicht einmal einen Abstecher hin geschafft habe) und gleichzeitig eine neue Lieblingsstadt gefunden. Sorry, London-du bist wunderschön und deine Menschen sprechen alle toll und eigentlich bist du unanfechtbar auf der Eins. Bis jetzt. Denn ich habe diese neue Perle für mich entdeckt. Und nun langweile ich euch, liebe Leser, mit einem neuen Reisebericht.

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Herzensstadt. Für immer.

Die Sonne scheint, es ist ein bisschen windig. Den CAT (City-Airport-Train) wollen wir nicht nehmen, denn es ist einfach zu teuer. Als wir nach der RJ in die U-Bahn umsteigen und diese zur Tram wird, sitze ich am Fenster wie ein kleines Kind, dass es kaum erwarten kann den Weihnachtsmann zu sehen. Bloß nicht zwinkern, es könnte ja etwas  verpasst werden. Die weißen, wunderschönen Häuser Wiens ziehen an mir vorbei und ich bin sofort zuhause. Zumindest fühle ich mich so.

Narrenturm & Campus

In aller Frische geht es los. Ich staune bereits über die unspektakulären Stuck verzierten Häuser, obwohl die wirklichen Giganten erst noch kommen. Alles ist einfach so schön. Das Wetter, die Leute, das Leben. Unser allererster richtiger Anlaufpunkt ist der Narrenturm. Und siehe da: Er ist zur Restauration eingepackt wurden. Na, vielen Dank! Also haben wir die weltweit erste psychiatrische Einrichtung (1784) nur erahnen könne. Dafür schlendern wir noch etwas über den sehr schönen Campus. (Ein Grund wiederzukommen braucht man immer.)

Rathaus, Burgtheater, Volksgarten & Hofburg

Das Rathaus Wiens prahlt mit Prunk und Protz. Es ist ein Gebäude wie kein zweites, aber eigentlich gibt es eh nur Unikate hier in diesem Wien. Leider ist auch das nur halb fotografierbar, außer man möchte politische Werbung machen-aber da mische ich mich nicht ein.

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Wer so ein Rathaus hat, braucht keinen Bürgermeister mehr.

Dreht man sich einmal um, schaut man schon direkt auf das wunderschöne Burgtheater. Ich fange fast ein bisschen an zu träumen, wie es wohl wäre ein bisschen länger Zeit hier zu verbringen und das Theater zu besuchen. Von innen und in Abendgaderobe. Alle sprechen mit diesem liebenswerten Dialekt. Während ich so in Gedanken träume, ist mir mein Herz vor Freude irgendwo zwischen Volksgarten und Bibliothek aus der Brust gesprungen.

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Ein Augenschmaus und auch was für’s Herz.

Da die Stadt wirklich gut zu Fuß zu erkunden ist, laufen wir einfach durch den Volksgarten hindurch. Vor uns taucht zuerst die Nationalbibliothek Österreichs auf. Direkt daneben ist die Hofburg. Wie schön, dass alle zwei Meter gestaunt und bewundert werden kann. Ich sage es euch: Überall. Mein Herz macht Freudensprünge!

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Österreich, wie lieb‘ ich dich.

Schlendert man ein bisschen durch die inneren Höfe der Hofburg, begegnet man den bekannten Fiakers (Kutschen). Ich trete also ganz langsam wieder in die Sonne, schließe kurz die Augen, lausche den beruhigenden Hufschlägen auf dem Kopfsteinpflaster und atme den Pferdegeruch ein. Die Welt steht in diesem Moment kurz still für mich. All das bevor ich weiter meine Erkundungstour aufnehme.

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  • Stadterkundung mit Herz
  • Sehr freundliche Österreicher mit schönem Dialekt
  • Frühlingsexplosion an jeder Ecke
  • Wien mit allen Stuckecken und Prunkkanten
  • Zeitreise in Gedanken