Be bold

Feigling, wispert es manchmal in mir. An einigen Tagen ist meine Angst größer als sie sein sollte. Sie ernährt sich von Stress. Das konnte sie schon immer gut. Ich füttere sie schon das ganze Jahr damit. Warum wundre ich mich eigentlich, dass sie ständig weiter wächst?

Wegwerfen oder lieber doch noch ein bisschen behalten? Ich sitze auf meinem Wohnzimmerboden und sortiere alte Kisten durch. Bei manchen Dingen fällt es mir schwer, diese wegzuwerfen, aus Angst ich könnte sie irgendwann noch einmal gebrauchen. Aber Pustekuchen. Ich habe sie zwei Jahre nicht gebraucht, also werde ich sie auch jetzt nicht brauchen. Alles raus. Alles weg damit. Und am Ende sind die Kisten leer. Ich habe neuen Stauraum, aufgeräumte Schränke und Altlasten verschwinden lassen.

„Do one thing everyday that scares you.“

Sei mutig. Mach jeden Tag etwas, wovor du dich fürchtest. Das ist mein Motto für diesen Monat. Und vielleicht auch noch für länger. Es ist manchmal gar nicht einfach herauszufinden, dass hinter manchen Sachen, gegen die man sich innerlich wehrt, eigentlich nur die Angst steht. Man muss sehr feinfühlig mit sich sein. Ein bisschen mit der Angst kokettieren, um sie herauszufiltern und ausfindig zu machen.

Angst ist nichts rationales. Ich kann Felswände hochklettern, ohne das mein Herz vor Angst zu platzen droht, während ich mit manchen Menschen nicht mal zwei Sekunden Blickkontakt halten kann. Ich fange Spinnen ohne mit der Wimper zu zucken mit der Hand ein, während mir die Angst vor Veränderungen die Kehle zuschnürt.

Man muss sich den kleinen Ängsten stellen, um den großen ins Auge blicken zu können. Ich war immer eine Wegläuferin, eine Verdrängerin. Aber eigentlich will ich das nicht mehr. Denn beim Laufen geht selbst dem besten Jogger irgendwann die Puste aus. Beim Verdrängen kommt irgendwann alles wieder auf dich zurück. Es holt dich so oder so wieder ein. Die Frage ist nur wann.

Ich will mir was Gutes tun. Mehr auf mich hören und nicht auf andere. Mir Zeit geben. Auch lernen Dinge zu akzeptieren, die ich eigentlich doof finde, die aber nicht änderbar sind. Mutiger werden. Ängste bekämpfen. Jeden Tag zumindest eine kleine.

Be bold coward.

Advertisements

4 Kommentare

  1. Das klingt gut und richtig und … MUTIG. Ich bin in diesem Sinne leider, leider nur sehr, sehr langsam unterwegs.

    Ich wünsch Dir viel Glück und Erfolg auf ALLEN Deinen Wegen. – Das weißt Du ja, liebe Ines.

    Nur ganz liebe Grüße an Dich!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s