Zweitausendsiebzehn.Eins

Am Ende eines jeden Monats wird Bilanz gezogen. Wie war der Monat, was habe ich mir vorgenommen, konnte alles eingehalten werden oder habe ich wieder mal nur das gemacht, wonach mit der Sinn stand? Abgesehen davon trifft letzteres sowieso immer zu. Was anderes kommt bei mir nicht auf den Monatsplaner-nur das was ich mag. Sachen die mich glücklich machen und mir Freude bereiten, ob sofort oder erst in einiger Zeit. Ich arbeite also immer auf das gleiche Ziel hin: Mich selber ein bisschen glücklicher zu machen.

Im letzten Jahr habe ich Monatsrückblicke mit Bildern gemacht. Davor das Jahr eher schriftliche. Da ich ein To-Do-Listen Liebhaber bin (als wäre euch das neu) und mir jeden Monat meine eigenen kleinen Ziele setze-ob realistisch oder nicht- werde ich dieses Jahr meine To-do-Listen veröffentlichen. (Ein bisschen wie 2015, fast schon retro!) Also fehlt nur noch eins zu sagen: Tu es. Jetzt.

todojan

Gesund bleiben

Hat leider nicht so geklappt. Nicht alles was man sich vornimmt, funktioniert auch so. Gerade bei Dingen, auf die man kaum einen Einfluss hat. Mein Immunsystem ist mittlerweile schon ziemlich gut im abwehren von Krankheiten, aber in stressigen Phasen komme ich dann doch nicht drum herum. Ein gutes hatte es dann doch: Ich konnte drei Tage auf dem Sofa liegen und lesen. Ich war sogar draußen spazieren-Tageslicht ist im Winter rar.

♥ Mehr mit Freunden unternehmen

So richtig, wie ich mir das vorgestellt habe, hat’s nicht geklappt, aber ich würde sagen, es reicht, um den Punkt abzuherzen. Geburtstage, gemütliche Abende, große Feiern, Spaziergänge, Sport, Baby kennenlernen. Überall waren meine Freunde mit dabei. Oder besser gesagt: Ich war bei meinen Freunden dabei.

♥ Über sich hinausgehen

Mir fällt es bekanntlich schwer auf Veranstaltungen zu gehen, bei denen viele fremde Menschen anwesend sind. Ich habe es trotzdem gemacht. Mit unzähligen anderen Leuten war ich auf der Geburtstagsparty unseres Chefarztes. Ich habe mich durch den Abend durchgeschlagen, mir viel Mut angetrunken und im Endeffekt gemerkt, dass ich gar nicht so fremd war, wie ich befürchtet hatte.

♥ Berlintrip

Eine Stadt, die ich früher geliebt habe. Mit all ihrer Schönheit und Hässlichkeit. Sie hat sich sehr verändert, aber wenn man erst einmal wieder warmgeworden ist mit ihr, dann kriegt man sie nicht wieder aus dem Herzen raus. Berlin, du bist so wunderbar.

♥ Schlittschuhlaufen oder Schneeballschlacht

Leider friert hier bei uns der nächstgelegene See nicht so weit zu, als das man darauf Schlittschuhfahren könnte. Allerdings lag dann genug Schnee, um wenigstens eine kleine Schneeballschlacht zu machen. Immerhin!

♥ Neuanschaffungen machen

Im Januar hat man bekanntlich sehr viel Geld über, um sich etwas Neues anzuschaffen. Vielleicht habt ihr die Ironie schon herausgelesen? Nein? Also noch mal deutlicher: Im Januar ist man ab dem 02.01. pleite. Für den Rest des Monats. Weil alle Versicherungen, etc. sich denken: JETZT ODER NIE. Also wird alles vom Konto abgebucht und man selber fragt sich, was dieses mysteriöse Geld ist, wovon alle reden. Nichtsdestotrotz habe ich mir einfach mal was Gutes getan. Ich brauchte schließlich ja auch einiges. Zum Beispiel ein Abendkleid, eine neue Tasche zum Kleid, Bluetooth Boxen, eine Handyhülle, ganz viele Urlaubsbuchungen und Zugtickets… Vielleicht hätte ich den Punkt lieber „Geld ausgeben“ nennen sollen.

♥ Altes loswerden

Meine alten Boxen versuche ich gerade noch verzweifelt zu verkaufen. Dafür bin ich meine beiden alten Smartphones losgeworden. Sie wurden mir quasi aus der Hand gerissen. Ein bisschen vermissen tu ich die beiden schon-sie waren ja doch treue Begleiter. (Ich bin nicht gut in Abschieden, ob von Menschen oder Dingen.) Aber Leute, mal Butter bei die Fische. Es musste sein. Ich will ja nicht zum Elektromessi werden. Außerdem kann jemand anderes die beiden ja viel besser gebrauchen. Und ich das Geld.

♥ Soziale Netze streichen

Zuerst hat es nicht so ganz hingehauen. Error, Error, Error. Dann klappte es irgendwann doch: Instgram gelöscht. Wenig später dann auch Facebook. Manchmal ertappe ich mich noch dabei, wie ich jemanden über Facebook schreiben will. Dabei habe ich seit etlichen Monaten niemanden mehr dort geschrieben. Alles in allem fühlt sich das aber gut an, endlich von den ach so sozialen Netwerken Abstand zu bekommen.

♥ Entschlüsse fassen

Für mich wohl der schwierigste Punkt. Es ging nicht um Entschlüsse wie „wo mache ich dann und dann Urlaub?“  oder „wann stehe ich morgen auf?“. In Entscheidungen treffen bin ich eigentlich ganz gut. Große Entschlüsse muss ich dann allerdings doch etwas länger überdenken. Vor allem wenn es darum geht, zu entscheiden, was und wer mir gut tut. Manchmal verheddert man sich in Beziehungen, wie in einem Wollknäul. Man steckt fest. Es ist weich und warm, aber schnürt sich die Wolle zu sehr fest, verletzt sie. Und umso mehr man strampelt und sich zu befreien versucht, umso mehr schneidet die Wolle dir die Luft ab. Man merkt es meist erst viel zu spät. Genau so ist es mit Beziehungen. Da hilft nur ein klarer, beherzigter Schritt mit der Schere. Aber eher ich dazu gegriffen habe, musste ich diesen Entschluss erst einmal fassen. Punkt erledigt.

♥ Jemanden wieder sehen, den ich lange nicht gesehen habe

Oh yes. Meinen Kommilitonen aus dem ersten Semester. Klar, seit dem haben wir uns auch zwischendurch ab und zu mal gesehen. Wenn’s hochkommt einmal im Jahr und letztes leider sogar gar nicht. Umso cooler war es, dass ich ihn jetzt in Berlin besuchen durfte.

Märzurlaub buchen

Ohne Kommentar. Verzweiflung!

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8 Gedanken zu “Zweitausendsiebzehn.Eins

  1. Wow…eine bemerkenswerte Liste.
    Ja Berlin steht bei uns auch drauf…auf der Jahresliste und das mit den vielen fremden Menschen kann ich gut verstehen.
    Von FB trennen…..ja eigentlich…aber ich nutze es ja doch um meinen Protest in die Welt zu schreien….und mit einigen zu chatten die zwar WhatsAp haben (was ich nicht habe) aber kein iphone (die äpfel können untereinander wunderbar chatten) oder skype (ja ich bin oldschool). Ich telefoniere nicht gerne (muss ich im Job schon genug) aber tippen geht. Ich habe ja auch immer so phasen wo ich meine digitale Spur verwischen will…. naja ich lösche regelmässig Posts von FB…die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Ausmisten…. gutes Stichwort….morgen…jaja morgen ganz bestimmt….

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    • Irgendwie ist es dann doch nicht so leicht wie man immer denkt. Aber wenn man sich dann erst einmal von den Netzwerken getrennt hat, vermisst man sie überhaupt nicht. Es geht ja doch sonst schon sehr viel Zeit dabei drauf. (Whats app ist für mich auch schon stark in der Kritik ;))

      Berlin kann ich nur empfehlen-wirklich immer eine Reise wert. 🙂

      Telefonieren tu ich im Job auch schon so viel, dass ich zuhause gar keine Lust mehr darauf habe 😀 Kann ich absolut nachvollziehen!

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  2. Es ist toll, dass du deine To-Do-Liste fast ganz geherzt hast 🙂
    Die Sache mit der Gesundheit kann man leider nur selten beeinflussen und ein Märzurlaub kann auch noch Anfang Februar oder Anfang März gebucht werden. Und alle anderen Dinge, die da ein Herzchen bekommen haben, klingen so unglaublich toll ♥ Es scheint alles in allem ein guter Start, ein guter erster Monat 2017 gewesen zu sein 🙂

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    • Danke, dass du mir Hoffnung auf den Märzurlaub machst. Ich bin gerade schon ein bisschen traurig, dass ich vielleicht meinen Urlaub „verschenke“, weil ich ihn unbedingt bis Ende März genommen haben muss. Und ich würde so gerne wegfahren, aber nichts passt so richtig. 😦

      Ich habe aus dem langen Januar, für mich glaube ich, wirklich was gutes gemacht. 🙂

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      • Gib den Urlaub nicht her!
        Wer weiß, vielleicht stehst du eines Morgens in deinem Märzurlaub auf und tourst spontan los. Mit Rucksack bepackt. einfach die Haustür hinter dir zuziehen und in die Welt hinaus.
        Oder Ende Februar schlägst du die Tageszeitung auf, worin ein Bericht über irgendein Land steht oder irgendeine Stadt und dann denkst du dir aus dem Bauch heraus: Das ist es!
        Oder vielleicht auch wachst du eines Morgens in deinem Märzurlaub auf und denkst dir, dass es sich jetzt genau richtig für dich anfühlt daheim in deiner Hängematte zu liegen mit einem Buch, Handy aus, Fernseh aus, einfach nur du und der Moment und den Gedanken von Januar unbedingt weg zu wollen kannst du gar nicht mehr nachempfinden, weil es sich in dem Moment so verdammt richtig anfühlt. – Wer weiß 🙂

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