Vom Zündeln und Lodern

Der Himmel brennt, schlägt Flammen in alle Richtungen. Vor ein paar Wochen hätte sich jetzt ganz leise der Wunsch bemerkbar gemacht, dass du mich fragst, ob ich vorbeikommen will. Diese Schönheit da oben lässt mich an dich denken. Mir fehlen die Worte, um über dich zu schreiben.

Keine Worte da. Manchmal denke ich nicht einmal mehr an dich. Da vergeht ein halber Tag und ich habe nicht einmal das Bedürfnis dich zu fragen, ob es dir gut geht. Ganz selten frage ich trotzdem, aus Höflichkeit. Du antwortest, aus Höflichkeit. Dann schweigen wir wieder. So still wie die Wolken.

Der Himmel verfärbt sich von Orange zu Rot. Die Farben werden kräftiger, alles lodert. So habe ich mich gefühlt, wenn du mit den Fingerspitzen über meine Wangenknochen gefahren bist. Deine Küsse auf meinem Schlüsselbein waren kaum spürbar. Nur der Hauch eines Flügelschlages. Eine Wolke, die am Himmel vorbeizieht. Und die Wolken ziehen schnell.

Es ist besser, wenn es zu Ende geht und wir beide damit vollkommen im Reinen sind. Aber eigentlich will ich das gar nicht. Ich will lieber einen lodernden Himmel am Abend, stürmische Nächte und wolkenloses, strahlendes Blau an den Tagen. Gewitter aus dem Nichts und sternenklare Nächte, bevor der Vollmond zu hell scheint. Ich will geblendet werden, von der Sonne und von dir.

Der Himmel brennt. Rot war schon immer deine Farbe. Lass es Flammen schlagen, die nur du entzünden kannst. Jetzt. Und um Himmelswillen, wenn du gehst, dann geh‘ nicht ohne das Feuer zu löschen.

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