Great River Road (USA Tag 3)

Roadtrip Part II:  Pine Bluff-Stuttgart-Ulm-Helena-Jackson.
Arkansas/Mississippi. Great River Road.

Nach dem wir eine laute Nacht in Pine Bluff hinter uns gebracht haben, ging es erst einmal 3 Stunden zurück nach Helena und witzigerweise auch durch Stuttgart und Ulm hindurch. Überquerung des dicken, alten Bekannten und wieder zurück aus Arkansas nach Mississippi. Von Helena aus folgten wir dann der Great River Road. Vom Mississippi sahen wir nicht sonderlich viel, aber dennoch konnten wir immer wieder Blicke auf Seen und Flüsse werfen.

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Tom Sawyer kann nicht weit sein

Der Regen ließ den Tag grau wirken. Trotzdem haben wir viel gesehen. Die Landschaft mitten im Nirgendwo, auf diesen kleinen Straßen, die einfach nur durch grüne Wiesen und breite, breite Felder führen. Ab und zu rief ich begeistert: Wasser! Und P verdrehte dann jedes Mal die Augen. Aber ich musste mich einfach freuen. Denn deswegen war ich ja schließlich hier: Um der Great River Road und dem Flusslauf zu folgen.

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Wir fuhren durch viele kleine Orte, in denen die Häuser gigantische Gärten hatten. Was die denn den ganzen Tag hier im Nichts machen würden, fragte P und ich antwortete: Raus in die Natur gehen. Angeln. Den Fluss und die Seen sehen. Denn ich glaube, dass das schon beruhigend genug ist, auf so einen breiten Mississippi oder einen riesigen See zu starren. Ist ja schließlich Natur.

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An solchen großen Seen kamen wir dann auch eins, zwei Mal vorbei. Besonders spannend sind dann die Bäume, die direkt aus dem Wasser herauswachsen und die Umgebung irgendwie noch ein bisschen märchenhafter erscheinen lassen. In einem der State Parks, in die ich einfach kurzer Hand abbog, zog sogar ein bisschen Nebel über den See. Es war totenstill, bis auf ein paar Vögel und dem Regen. Keine Menschenseele war zu sehen. Einatmen, Stille tanken, ausatmen. Weiterfahren bis nach Jackson, Mississippi.

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Gut, dass ich genug Stille weggeatmet hatte. Denn das Hotel in Jackson (Howard & Johnson) war der reinste Albtraum. Alles dreckig, klebrig, schimmelig und zu dem noch ein komplettes Raucherhotel. Mein Asthma bedankte sich herzlich.

Lie

  •  Roadtrip
  • Von Arkansas nach Mississippi zurück
  • Überall da anhalten, wo es gefällt
  • Stille und Natur atmen
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4 Kommentare

  1. Wie Du da jeweils Bäume und Wasser eingefangen hast, finde ich wirklich gelungen!
    Asthma? Raucherhotel? Kannste die nicht verklagen? Da drüben geht es dann ja immer gleich um „richtige“ Sümmchen 🙂
    Hoffe, Du hast Dich gut davon erholt.

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  2. anhalten, wo es gefällt. das ist freiheit pur. 🙂 ich war mal mit meiner freundin in einem umgebauten vw-bus (mit bett hinten drin) auf tour an der ostsee. ohne plan. das war herrlich. ist zwar nicht amerika, aber was soll’s. 🙂

    wie kommt es, dass es dort stuggi und ulm gibt? und noch viele andere deutsche städtenamen?

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