I love you like I love you

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So oder so ähnlich. Mal weniger, mal mehr. Kann man denn immer Vergleiche aufstellen? Muss man das? Ist das Sinn der Sache? Ich liebe dich, wie dicke Kinder Kekse lieben. Ich liebe dich, wie Winnie Pooh den Honigtopf. Oder so wie Fische das Wasser. Ich liebe dich, wie der Hobbit das zweite Frühstück.

So wie. So wie.

Ich liebe dich, wie ich das Meer liebe. Weil du still bist, frei und unfassbar wild. Du hast mich beruhigt, wieder auf den Boden zurück geholt, wann immer ich ins Wanken kam. Einfach so. Ohne es bemerkt zu haben. So wie das Meer. Weil ich mir gewünscht hätte, dass das Etwas endlos und für immer ist. Irgendwo in weiter Ferne der Horizont. Eine feine Linie, die nichts eingrenzt, alles offen lässt und bei der man nie ankommen wird.

So wie. So wie.

Ich liebe dich so wie mein Herz das eben für mich entschieden hat. Egal, was ich dagegen versuchen werde, irgendwo werde ich dich nie ganz los. Gestern war also Valentinstag (bin ich ja kein Fan von, weiß ja jeder). Ein Tag, der eigentlich denen gewidmet ist, die sich lieben-wozu man dazu einen Tag braucht, habe ich immer noch nicht verstanden. Für mich war es ein guter Tag, um endlich loszulassen. Zu vergessen und zur Ruhe zu kommen.

Seit gestern liebe ich dich nur noch so, wie ich die Sonne liebe. Nicht zu nahe kommen, denn alles was dir nah kommt verbrennt. Nicht direkt hineinschauen, denn sonst wird man blind. Nicht gegen ankämpfen. Sich freuen, dass sie da ist, aber nicht weiter darum kümmern. Wunderschön, majestätisch und weit weg. So wie die Sonne.

So wie. So wie.

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6 Kommentare

  1. Das sind sehr schöne Gleichnisse von Dir – das Meer und die Sonne …
    „Wie sehr liebt man jemanden“ ?
    -> Kennst Du das Märchen von der Salzprinzessin ? 😉

    Den Valentinstag braucht man echt nicht ! 😦

    Ich hoffe, dass Dich Deine Entscheidung nicht allzu traurig macht !

    Liebe Grüße,
    Bärlinerin

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  2. Ich liebe nicht „so wie“. Ich liebe „wie ich“. – Das ist manchmal verhängnisvoll, weil ich eben ICH bin. Und ich bin nicht immer gut, nicht für andere, nicht für mich. Und ich bin fehlbar, sehe Dinge und Mneschen nicht immer, wie sie sind. Ich werde es dennoch nie anders tun. Nicht wollen und nicht können.

    Ich sehe auch jede Liebe, die mir entgegengebracht wird, die ich von einem anderen Menschen spüre, nicht wie eine Liebe, „so wie“. Ich möchte das nicht. Weil jede Liebe, auch jede Freundschaft einzigartig ist. Und ich will und finde es schön, wenn sie das bleibt. Weil der Mensch, der sie mir schenkt, der Mensch, mit dem ich Liebe oder Freundschaft teilen darf, einzigartig ist.

    Es wird so viel verglichen. Ich sehe, vor allem, wenn es um Empfindungen, um Gefühle geht, darin eines der größten Verhängnisse unseres Daseins. Jeder fühlt einzigartig. Wenn das besser verstanden und Rücksicht darauf genommen würde, gäbe es weit weniger Leid auf diesem Planeten.

    Ganz liebe Grüße, liebe Ines!

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  3. »There are all kinds of love in this world, but never the same love twice.«
    [F. Scott Fitzgerald]

    Hat er Recht. Hast du aber auch Recht.
    Man liebt einen Menschen nicht immer und für immer auf dieselbe Weise.
    Du magst ihn am Anfang geliebt haben, wie Dobby seine Socken geliebt hat. Oder wie das Meer. Oder wie Winnie Pooh den Honigtopf. Oder, oder, oder.
    Und jetzt liebst du ihn auf eine andere Art und Weise.
    Das ist okay. Das bleibt wohl auch so. Ich glaube nicht, dass man wirklich jemals aufhört, zu lieben. Es wird nur zu einer anderen Art von Liebe.

    Ich muss mich auch von der „Ich liebe dich, als könnte ich dich retten“ Art von Liebe verabschieden und anfangen, die „Ich liebe dich und deshalb muss ich das für dich tun, auch wenn es uns beiden wehtut“ Art von Liebe zu leben.
    Manchmal gar nicht so einfach. Aber irgendwie … wichtig.
    Fürs Weitermachen.
    Fürs eigenen Herz.
    Und manchmal auch für den jeweils Anderen.

    Nur das Beste für dich!

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    • Da hast du wieder einmal eine sehr weise Feststellung getroffen. Liebe ist ständig im Wandel. Man liebt nicht immer gleich, aber Liebe hört wohl wirklich nie auf. Ein bisschen „Restliebe“ bleibt. Kann ganz schön verzwickt und traurig sein, diese Liebe, was? Aber um sich selber ein kleines bisschen zu retten, muss man halt erst einmal ein bisschen verletzen. Sich und den anderen.
      Alles Liebe auch für dich!

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