Wir waren mal Freunde, Herr Oktober

Der Oktober war einfach nicht mein Monat. Alles, was hätte schief gehen können, ging irgendwie schief. Ich habe seit 01.10. eine neue Stelle in der Klinik und bin somit von Station verbannt wurden. Nicht weiter schlimm, so schnell werden die mich da nämlich nicht los. Aber trotzdem: Es hat so viel Zeit und Kraft gekostet da irgendwie reinzufinden. Hinzu kommt die Erkenntnis, sich die ganzen letzten Monate ein Ticken zu viel Hoffnung gemacht zu haben und jetzt mit den Konsequenzen leben zu müssen. Der Oktober ist der Monat der Veränderungen-und ich hasse Veränderungen.

Ein Monat ist nie nur schlecht. Dieses Jahr habe ich endlich mal den Herbst genießen können. Die Sonne hat geschienen und selbst das Nieselwetter hat mir oft nichts ausgemacht. (Vielleicht aber auch nur, weil mir zu den Zeitpunkten eh alles egal war.)
Weil ich die restlichen Ziele, die ich diesen Monat nicht erfüllt habe, auch in den nächsten drei Tagen nicht mehr erfüllen kann, habe ich meinen Monatsrückblick einfach ein bisschen vorgezogen. Sollte Widererwartens ein Wunder geschehen, trage ich das einfach nach.

♥ Gut in den neuen Job starten
Aller Anfang ist schwer. Es hat lange gedauert, bis ich mit diesem Job warm wurde. Ob ich es jetzt bin, weiß ich immer noch nicht. Gut gestartet bin ich auch nicht. Jeder hat mir meinen Missmut angesehen. Aber dann hatte ich ja doch irgendwie alle Freiheit der Welt. Konnte umstrukturieren und mich einfinden. Habe sogar neue Patienten in meinem Freizeitbereich begeistern können. Nach einem holprigen Start, wird es jetzt hoffentlich weiterhin gut laufen.

♥ Alles unter einen Hut bekommen
Immerhin das habe ich geschafft. Eine Woche lang habe ich das Pilotprojekt getestet: 2 Jobs nebeneinander herlaufen zu lassen, während ich sowohl psychisch als auch körperlich angefressen war. Es war furchtbar anstrengend, aber es hat klappt. Wenn ich will, dann funktioniert es. Das Gute daran ist ja, dass es nicht jede Woche so sein muss.

♥ Kreativ sein
Was man halt so zwischendurch noch schafft: Ein paar Blätter sammeln während des Sonntagsspazierganges, Kastanien und Bucheckern. All das irgendwie ein bisschen herbstlich in der Wohnung verteilen und schon war man ja irgendwie auf seine Art und Weise kreativ. Außerdem war ich Anfang des Monats auf einem Kreativmarkt. Da darf ich nie wieder hingehen, denn sonst habe ich direkt am ersten Monatswochenende mein ganzes Geld für Stempel, Postkarten und Co. ausgegeben.

♥ Herbstlich fühlen
Gleich am ersten Wochenende überkam mich das Herbstgefühl. Mein kleiner Ausflug in den Harz hat mir bunte Blätter, Pilze und Kastanien beschert. Schöner ging es nicht. Danach kam schnell das schmuddelige Wetter, welches mich nun öfter in der Wohnung verweilen lässt. Was ok ist, denn der Herbst ist zum Entschleunigen gar nicht mal so übel. Jetzt so langsam kommt die Sonne zurück.

♥ Mal rauskommen
Nichts habe ich mir sehnlicher gewünscht, als diesen Monat aus dieser Stadt abzuhauen. So oft es ging, bin ich in den Wald oder in den Harz gefahren und habe versucht mich selbst wiederzufinden. Auch in Ostwestfalen war ich mal einen Tag lang. Noch immer habe ich das Gefühl, ich müsste fort hier, aber auch der Ausbruch für ein paar Stunden oder einen Tag hilft schon viel weiter.

Stadionbesuch
Leider nichts geworden. Schade! Vielleicht muss ich da doch noch einmal meine Dortmunder Freunde fragen.

Mal sagen was ich wirklich denke und fühle
Ich kann einfach nicht kommunizieren. Dem, dem ich so viel zu sagen hätte und für den ich so viel fühle, dem kann ich es nicht sagen. Denn sobald er vor mir steht, fehlen mir einfach die Worte. Und die Angst ist da. Die Angst mit Worten alles kaputt zu machen und die Person, die man niemals freiwillig gehen lassen würde, aus dem Leben streichen zu müssen.

Monatsziele erneuern:
Mich glücklich verlieben
Vor zwei Monaten war ich mal eine Haaresbreite von dieser Zielerfüllung entfernt. Jetzt, 2 Monate später, bin ich nie weiter weg gewesen. Wie schnell sich das Blatt wenden kann, habe ich nicht geahnt. Ob ich dieses Ziel jemals erreichen werde bezweifle ich bei jedem Rückblick mehr.

Mit jemand einen Tag im Bett verbringen
Die Tage werden kürzer, draußen ist es bitter kalt und dennoch schaffe ich es einfach nicht, die geeignete Person zu finden, die es einen Tag mit mir im Bett aushält. Was kann daran so schwierig sein?

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