Herbstspaziergang

Wie jedes Jahr wettere ich erst einmal über den Herbst. Keine Jahreszeit hat es einfach, die nach dem Sommer kommt. Ist ja auch klar. Wenn man nach Käsekuchen plötzlich Rosenkohl essen soll, wird der Rosenkohl ja auch erstmal angewidert angeschaut. Eigentlich bin ich gar nicht so sehr Herbst feindlich. Ich liebe zum Beispiel den Übergang zwischen Sommer in den Herbst. Die Sonne steht schön tief, die Sonnenblummen recken sich Richtung Himmel und die Blätter an den Bäumen werden bunt wie ein Tuschkasten. Aber ist das vielleicht eher Spätsommer, als Herbst?

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Ich komme nur nicht damit klar, wenn es morgens bei 3 Grad regnet. Jeden verdammten Morgen. Wenn der Nebel so tief hängt, dass er einen nieder zu drücken scheint. Auch wenn ich mir auf dem Fahrrad plötzlich die Hände abfriere und mit klitschnassen Sachen in der Arbeit ankomme, bin ich nicht gerade begeistert darüber! Und das wird kommen. Ab Morgen zum Beispiel. Aber die eine Woche Herbst (oder Spätsommer) die ich jetzt mitbekommen habe, die können sich zeigen lassen. 18 Grad im Schatten, Sonne satt und trotzdem abends mit einer Wärmflasche im Bett gelegen.

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Gestern habe ich mein Handy ausgeschaltet und bin in den Harz gefahren. Zum Wandern. Es hätte kein besseres Wetter geben können, um zu laufen. Irgendwo im Selketal bin ich durch den Wald gestromert und habe den Kopf freibekommen. Alexisbad heißt der kleine Ort, der so wunderbare, enge Wanderpfade um sich h erum hat. Auch die Selketalbahn fährt hier. Das ein oder andere Mal habe ich ihre Schienen gekreuzt.

herbst

Doch nicht nur Scheunen-Cafés mit gefrässigen Katern, die mir die Sahne vom Kuchen klauen wollten, sah ich. Auch viele Herbstanzeichen. Solche, die ich bezaubernd schön fand, von denen ich mir sogar ein paar mit nach Hause genommen habe. Nur für den Fall, dass ich mir Morgenfrüh selber in Erinnerungen rufen muss: Schau wie schön der Herbst sein kann, wenn er will.

Schaut, wie schön. Da ist es nicht einmal schlimm, wenn man kein Geld für Blumen hat.

h1

Lie

  • Im Scheunen-Café die Strolche von der Sahne fernhalten.
  • Ein bisschen Herbst mit nach Hause nehmen.
  • Wandern. Kopf frei machen.
  • Auch den Herbst ein bisschen lieben. Minimal.
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4 Gedanken zu “Herbstspaziergang

  1. ich bin ja eine große freundin des herbstes. der sommer ist toll, aber mir schon immer zu schlappmachend. diese hitzewellen, dieser dran, das wetter zu nutzen. im herbst fahre ich ein gutes stück runter und fühle mich trotzdem frischer, fitter. ich liebe auch die grauen tage. ich finde nebel extrem stimmungsvoll. ich genieße meine wohnung wieder viel mehr. ich habe immer so ein kribbeln im herbst, ich weiß auch nicht.

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    • Das du eine Herbstfreundin bist, das weiß ich ja (: Und ich finde, dass der Herbst auch schöne Seiten hat, aber trotzdem werde ich nie so richtig warm mit ihm. So wie es dir im Herbst geht, geht es mir im Sommer. Das Kribbeln im Bauch…

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