Strandtage im Paradies (Mallorca 09/15)

mondDas Paradies. Jeder stellt es sich anders vor. Wenn man dann an einen weiten, weißen Sandstrand kommt, mit Kokosnusspalmen und türkisen Wasser, dann entschlüpft dennoch den meisten Leuten der Satz: Hach, ist ja wie im Paradies. Stimmt. An Stränden kann man sich wohlfühlen, die Seele baumeln lassen und die Sorgen vergessen. Tausende von Touristen und Einheimische machen das an Mallorcas Stränden. Ich war da keine Ausnahme. Nur habe ich die kleinen Buchten bevorzugt, diese an denen es erst zur Mittagszeit richtig voll wird und wo das Wasser so klar ist, als würde man durch eine blitzblanke Fensterscheibe schauen.

Cala Varques

Noch immer nicht ganz erholt von der Erkältung, wollte ich direkt am Anfang meines Urlaubes eher etwas ruhiges machen. Schwimmen erschien mir da ziemlich nett. Allerdings hatte ich den Weg runter zu dieser Bucht nicht auf dem Schirm gehabt. Ein absoluter Geheimtipp sollte das hier sein. Das Auto kann man allerdings nur an der Straße parken, von wo aus man dem Menschenstrom 15 Minuten über eine endlos erscheinende Schotterstraße folgt. Bei 30 Grad im Schatten war ich persönlich nach diesem Weg schon komplett fertig. Wenn der Weg endet, schlüpft man noch einmal kurz durch ein Tor hindurch und folgte dem abfallenden Pfad noch einmal 10 Minuten bis hinunter zur Bucht. Verflucht habe ich sie alle. Bis ich unten ankam.

Cala Varques ist himmlisch schön. Sobald man aus dem Gestrüpp stolpert, sieht man nur noch türkises Wasser. Ein Geheimtipp ist das ganze schon lange nicht mehr. Dafür gibt es hier den feinsten, weißen Sand. Schnorcheln würde sicher auch super klappen, solang die Wellen nicht an den Strand schwappen. Für Essen und Trinken ist sogar gesorgt. An einer kleinen, selbstgebauten Theke gibt es Crepes, Tapas und kühle Getränke. Mein Tag war gerettet.

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Wer dann noch nicht genug Abenteuer hatte (oder nicht so geschwächt ist, wie ich es war), der kann den Küstenweg noch etwas weiter entlang laufen und die nächsten Buchten entdecken. Hier wird an den Felsen gebouldert, im Wasser geschnorchelt, in den Bäumen in den Hängematten gelegen und ab und an auch die Slackline übers Meer gespannt. Den ganzen Tag gibt es hier etwas zu sehen. Mir kribbelten dann doch wieder die Beine. Mit Frust im Herzen, schaute ich wehmütig den Abenteurern zu.

Cala Mondrago

Zwei kleine Buchten direkt nebeneinander. Hat man den Parkplatz erst einmal gefunden, ist der Weg hinunter nicht mehr weit. Wenn man dann auch noch früh genug am Strand ist, bekommt man sogar noch einen Platz und kann dann den ganzen lieben, langen Tag im Wasser treiben. Mal einen Cappuccino an der Bar schlürfen und mit Strohhut in der Sonne brutzeln. Das ist ein Leben, sag ich euch!

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Ein kleiner Weg führt etwa 500 Meter am Rand der Bucht entlang, bis hin zur nächsten Bucht. Ganz gewitzte Leute können das Stück auch schwimmen. Schnorcheln würde auch hier sicherlich sehr gut funktionieren. Zum Gutgehenlassen ist das also der perfekte Ort.

Sant Elm

Der Strand von Sant Elm. Einfach bezaubernd. Sobald man in den Ort hineinfährt, liegt dir das Wasser zu Füßen. Bei warmem Wetter kribbeln dann schon die Füße, am liebsten möchte man direkt hineinlaufen ins kühle Nass. Wir haben diesen Strand jedoch gar nicht getestet. Schön anzusehen war er trotzdem. Im Hinterkopf für den nächsten Besuch, habe ich ihn mir auch schon gehalten. Überhaupt hat Sant Elm nämlich viele kleine Ecken, an denen man toll ins Wasser hüpfen kann. Muss ja nicht direkt am Strand sein.

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Camp de Mar

Immer wieder ein Blickfang ist hier die Restaurantinsel. Direkt vorm Strand taucht sie einfach auf. Von der Brücke aus kann man die vielen, unzähligen Fische beobachten, die sich im klaren Wasser tummeln. Und Achtung: Sie beißen. Das ist kein Scherz. Sie beißen sogar so zu, dass es blutet. Nachdem ich also wagemutig und unbekümmert da herum geschnorchelt bin, wurde erst ein Mann 2 Meter neben und dann mein Vater eine halbe Stunde später, gebissen. Sind wohl der hungrig, die Biester.

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Wären die Fische nicht, wäre Camp de Mar aber sehr zu empfehlen. Der Strand ist ordentlich und aufgeräumt. Es gibt Bars und Restaurants in unmittelbarer Entfernung und wenn man Glück hat sogar einen Schattenplatz, ohne dass man sich eine Liege mit Schirm mieten muss. Die Fische allerdings ließen uns dann gegen Mittag schon den Rücktritt antreten.

Platja de Palma

Viele Leute stöhnen jetzt auf, wenn sie das lesen. Welcher Mensch, der sich erholen will, legt sich denn an den Ballermannstrand, fragt ihr? Ich. Wenn nämlich der Mietwagen abgegeben ist und noch immer 27 Grad sind, dann ist ein Strandtag optimal! Und wenn nun mal Palmas Strand mit 2 Schritten erreicht ist, dann geht man da hin. Ich muss sagen, das war sogar eine echt gute Idee. Denn der Strand ist realtiv leer, vor allem im Vergleich zu den Buchten. Außerdem ist das Wasser mindestens genau so erfrischend wie dort. Und Schirm und Liege kann man sich auch mal gönnen.

platja

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