April, du schöner Monat!

Der April ist einer meiner Lieblingsmonate. Während sich die Natur langsam aus dem Winterschlaf rüttelt, bin ich schon total angekommen im Frühling. Stundenlang könnte ich das helle Grün der frischen Blätter anschauen, ich könnte ewig die kleinen Kirschblüten an den Bäumchen zählen und für immer den Geruch des ersten Frühlingsregens an einem der fast sommerlichen Tage atmen.

Nicht nur des Wetters wegen war dieser Monat total verrückt. Hier gibt es einen kleinen Ziel-und-Wunschlisten-Rückblick für April.

Ein bisschen Arzt spielen: Jemand anderem Blut abnehmen
Wenn man mit so vielen Ärzten zusammenarbeitet, dann hebt man irgendwann schon ein bisschen ab. Man möchte alles ausprobieren, was sie einem anbieten. Und wenn die Blut abnehmen können, dann kann ich das ja wohl schon lange. Problem dabei war: Ich habe das bei mir selbst immer vermieden und mit schlechten Ausreden versucht zu umgehen. Daher habe ich bei den 2x, bei denen mir Blut abgenommen wurde, nicht hingeguckt, weil ich viel zu viel damit beschäftigt war, nicht umzukippen. Dafür hatte ich dieses Mal aber die beste Medizinstudentin weit und breit, die mir alle Angst nahm und mich anleitete, als wäre ich ein 5-jähriges Kind. Aber es hat geklappt! Auf Anhieb! Ich bin ein Naturtalent.

Ein bisschen Arzt spielen II: EKT
Bei der Elektro-Krampf-Therapie habe ich mittlerweile auch zugeschaut. Und ich sage es euch: Es ist gruselig. Zumindest wenn man es das erste Mal sieht. Nach dem 2. Patient wird’s dann schon beinahe „normal“. Mit viel zu großem Kittel meines lieben Kollegen, wandelte ich also durch die Räume. Der Kittel ging mir bis zu den Waden, die Schultern saßen nicht richtig und ich musste ihn 2x an den Ärmeln hochkrempeln. Zusammenfassend: Ich sah wie reingeprügelt aus. Dachte ich. Aber mein ärztlicher Kollege und auch der Kollege seitens der Pflege fanden das ganz entzückend. Steht mir, sagen sie. Und wer einen alles grüßt, wenn man so ein weißes Ding anhat. Ich sollte vielleicht doch noch schnell ein Medizin-Studium hinterherschieben.

Slacken gehen
Das Leben ist wie ein Drahtseilakt und eigentlich kann es da ja gar nicht schaden, wenn man auf einer Slackline schon mal ein gutes Bild macht. Ich habe seit zwei Jahren nicht mehr balanciert, dementsprechend wackelig sah es anfangs auch aus. Aber es ist wie mit allem: Ist man erstmal wieder drin, kommt man ganz gut zurecht. Im Leben ist es ein bisschen genauso. Fehltritte und Schwankungen sind erlaubt. Solange wir wieder auf das große Drahtseil aufspringen und nicht aus der Übung kommen.

Mal draußen bouldern gehen
Es gibt nichts besser, um den Boden unter den Füßen wieder zugewinnen, in dem man ihn verlässt. Mal kurz sammeln, Kraft schöpfen, durchatmen und die Finger an den harten Fels. Mitten im Wald. Wo die Sonnenstrahlen durch die gerade erst geschlüpften Blätter fallen. Die Zeit ist unwichtig, sobald du Probleme an der Wand zu lösen hast. Denn nur hier kann man Probleme wirklich gebrauchen.

Mich in der neuen Wohnung wohlfühlen/einleben
Nach einem knappen Monat kann man das wohl schon irgendwie behaupten. Meine Möbel und ich befinden sich mittlerweile am richtigen Fleck. Ich finde im Dunkeln den Weg von der Küche ins Schlafzimmer, weiß wie viele Stufen es zu Haustür hoch sind und wann ich mit spontanem Besuch zu rechnen habe. Ich erkenne sogar schon meine Nachbarn, wenn sie in der Stadt an mir vorbeijoggen.

Frühlingsgefühle ausleben
In was ich in diesem Monat nicht alles verliebt war! In die erste Kugel Eis. In meinen Mut und mein Durchhaltevermögen. In all die Frühlingsanzeichen. In meine neue Wohnung. In meine Freunde. In viele Abende, in guter Gesellschaft. In die Spaziergänge. In die Sonntage mit meiner Familie. In den jungen Mann mit dem Sommerregengeruch.

Einen fabelhaften Geburtstag feiern
Am Geburtstag in die Arbeit zu gehen, dass finden die meisten Menschen irgendwie sehr suspekt. Ich find’s super. Jeder ist noch netter zu einem, als eh schon. Und man darf eher nach Hause gehen, ohne einen Rüffel abzubekommen. So habe ich gestern ganz viele Umarmungen und Glückwünsche gesammelt. Die Feier am Abend mit den liebsten Herzmenschen, war bezaubernd. Da ist es auch gar nicht schlimm, wenn man ein Jahr älter wird. (Vor allem, wenn man trotz allem immer noch die Jüngste im Kreise ist.)

März-Ziele erneuern:
Leider nicht geschafft. Aber das Jahr hat ja noch viele weitere Tage!

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8 Kommentare

  1. Du hattest gestern Geburtstag? Irgendwie ist das an mir vorbei gezogen o.o Alles Liebe und Gute nachträglich!! (:

    Ich liebe deine „Monatsrückblicke“ und dein April klingt schon irgendwie wirklich toll (:

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  2. Das hast Du alles wieder sehr schön beschrieben 😀

    Wieso hat mir Blog nicht „gesagt“ dass Du Geburtstag hast ?! 😦

    Also hier nun meine herzlichsten Glückwünsche und weiterhin viel Schaffenskraft und Kreativität !

    Liebe Grüße Bärlinerin

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    • Tausend Dank, liebe Bärlinerin!
      Auch dafür, dass du mich hier so treu begleitest. (:

      (Ich habe den Geburtstag absichtlich auf unsichtbar gestellt. Es ist also allein meine Schuld. 😉 )

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