Ich bin ein Verlierer, Baby

Verlierer. Ein hartes Wort und doch so treffend.
Ich habe mich lange herausgeredet, habe mich selbst versucht zu belügen und vor allem mich von dir fernzuhalten. Ich habe mir geglaubt, dass da nichts ist. Und wenn dann die Sekunde kommt, in der all diese Vorsätze und Schutzmechanismen für die Katz‘ sind, fühle ich mich wie ein Verlierer.

Ich will mich viel lieber wieder in meine sichere Ecke zurückziehen. Würde viel lieber an frische Sommerluft und das Meer denken, als an dich. Viel lieber die Klänge meiner Lieblingsmusik hören, als deine Stimme in meinem Ohr. Würde das Gefühl des Hängemattenstoffs gerne gegen das, deines kratzigen Pullovers an meiner Wange tauschen. Ich möchte lieber frischgemähtes Gras riechen, als deinen Geruch in meinem Haar.

Vielleicht wieder eine Lüge. Vielleicht hätte ich gerne ein Kombinations aus beidem. Aus dem Sommer und dir. Schon wieder viel zu viele Schritte voraus. Zu schnell denkend. Das alles ist zum Scheitern verurteilt.
Eine verdammte Umarmung zu viel. Und ich weiß nicht, wie ich dir jemals wieder in die Augen gucken soll, ohne dass du dieses Chaos in meinem Inneren bemerkst. In diese blauen Augen, kann ich nicht mehr so schauen, wie ich es vor 24 Std. noch getan hätte. Ich muss zurückrudern. Aus dem Boot aussteigen, in das du mich geholt hast, ohne es zu wollen.

Wenn ein 23 jähriges Mädchen an einem Tag nach einer durchzechten Nacht über Gefühlsduselei schreibt, ist wahrscheinlich die Hälfte davon, nach einer ordentlichen Mütze Schlaf, vergessen. Gefühle sind eine mysteriöse psychische Reaktion, die ich noch nicht so ganz durchblickt habe. Wahrscheinlich nie durchblicken werde. Wer entscheidet, bei wem mein Herz plötzlich aussetzt und wann mein Bauch anfängt zu kribbeln? Mein Verstand sicher nicht. Warum passiert das immer in Moment, in denen man das am wenigsten gebrauchen kann und immer mit Menschen, bei denen es chancenlos ist?

http://youtu.be/IkAOasSJro0

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11 Kommentare

  1. „Warum passiert das immer in Moment, in denen man das am wenigsten gebrauchen kann und immer mit Menschen, bei denen es chancenlos ist?“ – Nicht immer. Manchmal ist auch ne Ausnahme dabei, was einem aber erst nach einer gewissen Zeit bewusst wird.

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  2. „Schon wieder viel zu viele Schritte voraus. Zu schnell denkend. Das alles ist zum Scheitern verurteilt.“

    So geht es mir ja auch immer..ungeduldig in allen Lebenslagen..dabei wenden sich manche Dinge sogar ohne unser Zutun zum Guten, wenn man nur mal ein bisschen abwartet..ich wünsche dir, dass in diesem Fall auch noch alles gut wird und du glücklich bist ♥

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  3. ich fühle mich SO zurückversetzt zu der zeit, als ich dieses 23-jährige mädchen war. mit dem unterschied, dass man mich nicht unabsichtlich ins boot geholt hat, sondern mit voller absicht und ohne rücksicht auf die konsequenzen. aber das ist unerheblich, scheiße fühlt es sich trotzdem an, nicht glücklich verliebt zu sein. ich drück dich ganz fest, 23-jähriges mädchen, das irgendwann 32 und glücklich sein wird! 🙂

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