Gesundheit

Die Welt dreht sich einfach zu schnell. Somit auch der Uhrzeiger. Eine Stunde ist nichts mehr. Immer öfter höre ich nun in Aufnahmegesprächen, dass die Auslöser für Depressionen Überarbeitung war. Viel zu viel gearbeitet. Einfach nicht mehr hinterhergekommen. Die Ansprüche hoch wie der Mont Blanc. Die Besteigung muss innerhalb eines Tages geschafft werden.
Und die Leute fangen an zu weinen. Sitzen da und fühlen sich schlecht, weil sie den Erwartungen und Ansprüchen nicht genügen. Sehen die Relation nicht mehr. Suchen den Fehler bei sich.

Ich lerne mich gerade abzugrenzen. Einfach mal zu sagen: Nö, ich habe jetzt Feierabend, dass kann auch bis Morgen warten. Meist macht man sich selbst eh am verrücktesten. Meine Kollegen sind überarbeitet und ich weiß: Das will ich nicht. Ich will nicht nach Hause kommen und so kaputt sein, dass ich es nicht mehr zum Sport schaffe oder dass ich Freitags keinen Burgerabend mehr bei Freunden machen kann.

Abgrenzung ist schwer. Das kann ich unterschreiben. Gerade, wenn man seine Arbeit gerne macht und viel Verantwortung für andere übernimmt. Dennoch: Was hat man am Ende davon, wenn man sich kaputt arbeitet? Wenn man dadurch vielleicht sogar eine psychische Erkrankung entwickelt?
Gesundheit ist am wichtigsten. Höchste Priorität. Die sollte man sich zu Herzen nehmen. Da gibt es keine Ausreden.

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6 Gedanken zu “Gesundheit

  1. Man sollte arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten.
    Das zu vieles arbeiten am Ende auch keiner dankt, das habe ich an meinem alten Arbeitsplatz gelernt. Ich habe immer gemacht, getan, alles erledigt, Überstunden geschoben, versucht alles auf Anhieb zu klären. Am Ende hieß es, ich sei überflüssig und meine damaligen Kolleginnen beschweren sich jetzt, dass es zu stressig wurde, seitdem ich nicht mehr da bin – haha.
    Ich meine, wir machen jetzt auch Überstunden, aber manche Dinge lassen wir dann auch mal liegen, weil es doch eh nicht davon läuft. Aber ich denke, dass sowas auch mit an der Führungsposition liegt. Mein jetziger Chef zum Beispiel schickt uns auch manchmal in den Feierabend oder weißt einen darauf hin, dass man doch nächste Woche oder morgen oder wann auch immer mal Zuhause bleiben soll, da die Überstunden sich häufen. Er übt auch keinen Druck aus, dass alles sofort passieren soll. Wenn er merkt, dass es einem nicht gut geht, dann sucht er auch das Gespräch und versucht einem zu helfen. Also er kümmert sich schon arg um seine „Schützlinge“. Auch die Kollegen greifen einem unter die Arme, wenn man in Arbeit versinkt. Ich glaube, dass sowas schon viel mit ausmacht, da man da dann selbst auch ein etwas anderes Denken entwickelt. So kommt es mir zumindest vor. Aber gut, was will ich mit meinen paar Jährchen Arbeitserfahrung schon großartig für Thesen aufstellen (:

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    • Ist wirklich traurig, dass man diese harte Arbeit nicht einmal gewürdigt bekommt.
      Dafür hast du jetzt einen sehr guten Chef-so klingt es zumindest. (: Ich kenne das von meinem Team mittlerweile auch ganz gut. Manche können sich leider trotz vielem reden nicht abgrenzen und überarbeiten sich. Und dann ist man doch etwas hilflos, wenn man dabei nur zuschauen kann.

      Ich höre auf jeden Fall den Spaß und die Freude an deiner Arbeit raus. Und genau das ist das wichtigste! So soll es sein!

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  2. du machst das genau richtig – ich mache es auch so. und trotzdem bin ich freitags zu nichts mehr zu gebrauchen, aber das bringen das sehr zeitige aufstehen und der lange arbeitsweg halt mit sich. manchmal erscheint mir sogar das alles als bisschen zu viel. aber nur manchmal. 🙂

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    • So ergehts mir freitags auch sehr oft. Dann hänge ich da abends nur noch auf halb 8 und möchte doch eigentlich noch so viel machen. Solang man sich immer mal wieder die wohlverdienten Pausen gönnt, geht das aber alles. (:

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