Mädelstag wie im Bilderbuch (und der Versuch des Geocachings)

Wir haben uns unsere Prinzessinenkleidchen angezogen, die Krone aufgesetzt und sind losstolziert. So würde man sich vielleicht einen Mädelstag wie aus dem Bilderbuch vorstellen: Aber da muss ich euch enttäuschen. Fehlanzeige. Erstens war es gestern viel zu kalt und zu windig für ein Kleid. Zweitens kann man damit gar kein Fahrrad fahren. Und Drittens sehen die meist auch echt lächerlich aus.

Hinzu kommt, dass wir gar nicht so was märchenhaftes gemacht haben. Eigentlich sind wir nur ein bisschen durch die Stadt gezogen, an einem grauen Septembertag. Und weil es draußen ungemütlich war und wir unbedingt das neue Café testen wollten, haben wir das Kurzerhand einfach zu unserem Nachmittagsplan benannt. Wir waren ganz hin und weg von der Freundlichkeit des Inhabers. Und von den schönen Möbeln, Tassen, Kaffeekannen, Kissen… Eigentlich hätten wir hier auch direkt einziehen können.
Auch wenn das jetzt gar nicht so prinzessinenlike klingt, muss ich sagen, dass ich mich schon ein bisschen so gefühlt habe.
Mit der besten Freundin etwas zu unternehmen ist nämlich jedes Mal aufs neue etwas ganz bezauberndes.

maedelstag

Aufgewärmt ging es dann zum Waffelnbacken. Die wir dann (fast) alle in uns hineingestopft haben, bis wir zu platzen drohten. Die Überraschungsidee kam am Abend. Meine Beste ist bekannt für kuriose Einfälle und so schlug sie etwas total einfallsreiches vor: Geocaching. Hat jemand mal Erfahrung damit gemacht? Hat das schonmal jemand ausprobiert? Falls ja: Her mit euren Tipps.

Die Geschichte endet nämlich langweiliger als gedacht. Wir suchten uns einen Nachtcache raus. (War ja mittlerweile dunkel geworden – haha, eigentlich war’s den ganzen Tag noch nicht richtig hell.) Wir machten uns auf den Weg, mit den Koordinaten im Gepäck. Wir kamen an. Wir irrten umher. Wir fragten uns, wer sich sowas ausgedacht hat. Am Ende waren wir uns ziemlich sicher, wo der Cache versteckt war – auch wenn wir das Rätsel vorher nicht gelöst hatten. Das Einzige was uns vom Holen der Dose abhielt waren die dicken, fetten Spinnen. Sollte man extra Nachts hierherkommen, damit man die nicht sieht? Doofer Plan, denn im Schein der Taschenlampe sehen die Teile um zehnfaches größer aus, als normal.

Im Endeffekt hatten wir aber doch Spaß, auch wenn wir uns an den Cache nicht herantrauten. Spaß, weil wir was neues ausprobiert hatten, weil wir wie in früheren Jahren mit Taschenlampen im Dunkeln herumgestromert sind und hauptsächlich deswegen, weil wir gemeinsam unterwegs waren.
(Nicht zu vergessen die leckeren Waffeln ein paar Stunden zuvor.)

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6 Kommentare

  1. Schön,
    wenn man solche unternehmungslustigen Freundinnen hat.
    FROHSINN gibt zumeist AUFTRIEB für die ERLEDIGUNG
    der DINGE auf der anderen SEITE der LEBENSSTRASSE …
    *
    🙂
    In diesem Sinne ein ruhiges Wochenende …
    L G … PachT

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  2. Und Du hattest Sorge, die Zeit bis zum Beginn Deines Arbeitsalltags nicht angemessen ausfüllen zu können …

    Klingt schön, was Du von Eurem Freundinnentag zu berichten hattest!

    Viele liebe Grüße, Ines!

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  3. klingt einfach perfekt! 😀 meistens sind die tage mit der freundin schön, egal welche unternehmungen da rauskommen. ich habe mal mit meiner ex-mitbewohnerin in ihrer neuen kleinen wohnung einen ganzen tag im bett verbracht und „der bachelor“ geguckt. dafür bin ich 250km gefahren und ich würde es jederzeit wieder tun. ♥

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