Die Liebe zum Ozean. (USA Tag 7)

Ocean Drive; Art Deco Viertel; Lincoln Road

Ausgeruht und bei schönstem Wetter aufzuwachen, verbesserte mir schon immer die Laune. Wenn man dazu noch Urlaub hatte – oder ihn sich einfach nahm – schien die Welt perfekt. Wir hatten uns einen Plan für den heutigen Tag zurechtgelegt. Und nachdem wir das kontinentale Frühstück (Toast mit Erdbeermarmelade) hinter uns gebracht hatten, packten wir die wichtigsten Sachen zusammen und zogen los.

Gut, dass wir eh schon am Ocean Drive wohnten, denn dann war der Weg nicht mehr allzu weit. Wir schlenderten bei enormer Hitze, an die wir uns schon fast gewöhnt hatten, die ganze Straße entlang. Die bunten Häuser leuchteten in der Sonne. Das berühmte Art Deco Viertel lag vor uns, neben uns, überall. Noch immer begleitete uns die Promenade und wenn man sich ganz weit reckte und streckte, konnte man den Atlantik sehen. Da es ein Sonntag war und wir früh unterwegs waren, begegneten wir nur den Kellnern der vielen Restaurants und Hotels, die uns alle zwei Meter ihr Frühstücksangebot andrehen wollten. Irgendwann wurde uns das zu lästig und wir bogen ab. Ohne einen großen Plan zu haben, wohin wir eigentlich liefen, landeten wir dann auf der Lincoln Road. Eine berühmt berüchtigte Straße, für alle die shoppen wollen. Zum Glück hatten die Geschäfte noch zu und somit war die gemütliche Straße auch noch sehr ruhig und kaum besucht. Wir schlenderten also an den mehr oder weniger teuren Geschäften vorbei. Ab und zu tauchten Brunnen auf. Und was mich ganz besonders erfreute: Alles war so schön grün und bewachsen.

Tag 7 Art Deco
Buntes Flair, bunte Menschen, bunte Häuser.

Fast bis zum Ende der Road liefen wir, um dann eine kleine Pause zu machen. Da wir einfach losgelaufen waren, konnten wir die Stadt viel besser in uns aufnehmen. All die bunten Gebäude, den ganzen Art Deco Stil, den Flair dieses Ortes. Wir schlenderten über den Farmer Market wieder zurück. Hier wurden frisches Obst und Gemüse, Brot und Blumen angeboten. Sehnsüchtig zwangen wir uns daran vorbei zu gehen. Was hätten wir nicht alles für einen eiskalten Orangensaft gegeben. Oder Kokosnussmilch aus einer der vielen Kokosnüsse!
Den gleichen Weg wollten wir dann jedoch nicht komplett zurück laufen und so schlängelten wir uns durch Nebenstraßen an wunderschönen Häusern, mit wunderschönen Vorgärten entlang. Die Hitze war ein ständiger Begleiter.
Nachdem wir noch einmal in das Welcome Center hineingeschaut hatten, brachten wir unsere Rucksäcke zurück zum Hotel und packten unsere Strandtasche. Das war wohl auch die vernünftigste Idee.

Miami Beach; Atlantik; Biscayne Bay

Mit Jutebeutel, möglichst luftigen Klamotten, geliehenen Handtüchern, Strohhüten und einer dicken Schicht Sonnencreme betraten wir dann den Strand. Es ist immer wie Aufatmen nach langem Luftanhalten, wenn ich Sand unter meinen Füßen spüre. Ich liebe das. Ich liebe es aufs Meer blicken zu können und nichts als Wasser und Weite zu sehen. Genau dahin wollten wir uns jetzt begeben: In die Weiten des Ozeans.
Die Handtücher und Klamotten wurden also achtlos zurückgelassen und mit den Zehen vorsichtig das Wasser angetastet. Lauwarm war der Atlantik, also hinein. Wir dümpelten mit großer Freude und einem Lächeln im Gesicht in dem türkisen Wasser herum. Unsere Hüten wurden nass, meine Haare lockten sich, die Wangen färbten sich rot von all dem Glück und der Zufriedenheit. Auf einer der Sandbänke saßen wir dann eine gute Stunde und ließen uns treiben. Immer wieder fragten wir uns gegenseitig, ob wir all das gerade wirklich fassen konnten. Diese ganze Reise, diese ganzen Abenteuer. Nein, konnten wir nicht. Aber genießen wollten wir es. Bis zum letzten Wassertropfen.

Tag 7 Beach
Lieblingsfarbe: Atlantikblau.

Um aus der Mittagshitze rauszukommen, ließen wir den Atlantik Atlantik sein und verkrochen uns unter Palmen. Bei dem leisen rascheln der Palmenwedel und dem Gemurmel der Menschen, wurden wir so schläfrig, dass wir beinahe einen Mittagsschlaf gemacht hätten. Aber das kam nicht in Frage. Wir trockneten übrigens schneller, als wir im Wasser nass geworden waren. Na ja, fast zumindest.

Das Gewitter zog gegen Nachmittag auf und veranlasste uns dazu, nachdem wir noch einmal kurz im Wasser gewesen waren, wieder zurück zum Hotel zu laufen. Hier machten wir uns aber schnell wieder auf den Weg, um etwas essbares zu finden. Wir liefen an etlichen Restaurants und Pizzerien vorbei, bis wir an einem Diner ankamen und uns einfach hinsetzen.
Nach dem ganzen Essen mussten wir uns doch noch etwas bewegen. Wir liefen also zurück zum Strand. Während wir gegessen hatten, war der Regen verzogen. Es war angenehm mild und der Himmel wurde von dunklen Wolken bedeckt. Perfekt für einen langen, ausgiebigen Spaziergang. Wir liefen zuerst den Strand in die eine Richtung und dann in die andere Richtung ab. Jede kleine Baywatch-Hütte musste begutachtet werden. Jede war eigen: Bunt und originell gestaltet im Art-Deco Stil. Es gab immer etwas Neues zu sehen. Hinter den Dünen tauchte dann noch die Biscayne Bay samt Hafen auf. Ein toller Ausblick und ein schöner Anblick für den Abschluss dieses Tages. Barfuß, wie man das eben im Urlaub so macht, liefen wir dann auf der Promenade zurück zum Hotel. Selbstverständlich waren hier an jeder Ecke schon wieder die Partys am Laufen – wurde ja schließlich auch schon früher Abend.

Tag 7 MB
Wo Miami Beach das Lebensmotto ist.

Liebe

x Über den Farmer Market bummeln.
x Mit Sonne im Herzen aufzuwachen.
x Die gute Laune Miamis zu übernehmen.
x Im Atlantik schwimmen gehen.
x Einen langen Strandspaziergang machen.

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8 Kommentare

  1. Klingt einfach nur nach „herrlich“! So, wie Du Dich wohl dort zwischenzeitlich wie in einem Traum oder Märchen gefühlt hast, fühle ich mich jetzt hier beim Lesen.

    Schön, dass Ihr Euch auch Zeit für Nebenstraßen genommen habt, die vermitteln oft besonders authentische Eindrücke und zeigen besuchte Orte in der Erinnerung irgendwie wirklicher.

    Es muss ein „bisschen“ schwer für Dich gewesen sein, wieder nach Deutschland, ins „Gewohnte“ zurück zu kehren, nicht wahr?

    Ganz liebe Grüße für Dich!

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    • Ja, herrlich war es. Und es viel mir sehr schwer wieder in Deutschland anzukommen. Obwohl ich ja eigentlich gar nicht lange weg war. Aber die 2 Wochen mit all den neuen Eindrücken mussten erstmal verarbeitet werden.

      Liebste Grüße und wie immer danke für deinen Kommentar (:

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  2. Ich finde es auch schön, dass Du uns an Deinen Eindrücken und Empfindungen teilhaben läßt ! 🙂

    Mich reizt die USA zwar immer noch nicht, aber DU hattest anscheinend eine sehr schöne Zeit dort, und das freut mich für Dich.

    Liebe Grüße aus dem verregneten Berlin,
    Bärlinerin

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    • Hach, mir ging es jahrelang ähnlich wie dir: Alle wollten in die USA, ich wollte nach Skandinavien oder Australien. (Da will ich immer noch hin, aber auch die USA hat sich irgendwann in meine Wunschliste eingeschlichen.)

      Vielen lieben Dank! (:
      Ich sende dir auch die besten Grüße, wenn leider auch hier veregnet – aber hoffentlich kommt der Sommer demnächst zurück.

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