Ein minimaler Unterschied zwischen hier und da. (USA Tag 4)

Newark Airport

Es regnete. Nein, es schüttete. Ein ganz ungewöhnliches Geräusch, wie der Regen so gegen die Fenster klatschte. Die letzten Tage hatte immer die Sonne vom Himmel geschienen. Kurze Hosen und T-Shirts hätte man sich am liebsten noch um viele Zentimeter gekürzt, um möglichst viel Luft an die Haut zu lassen. Und jetzt regnete es. Für uns war das super. Wir brachen nämlich von New York nach Orlando auf. Abschiede fallen bei Regen um einiges leichter, das kann ich euch sagen! Die drei Tage, die wir nun hier waren, hatten uns wundervolle Ecken dieser Stadt entdecken lassen. Gleichzeitig waren wir froh das Hostel verlassen zu können. Unser Nacken strafte uns mittlerweile wegen des nicht existierenden Kissens und der durchgelegenen Matratzen. So packten wir also unsere Koffer, kauften uns Frühstück gegenüber und warteten nach dem Auschecken in der Lobby auf das Shuttle.

Was, wenn das nicht käme? Wen rufen wir dann an? Würde unser ganzes Geld dann etwas für ein Taxi drauf gehen? Natürlich machten wir uns riesige Sorgen, aber unsere Nerven lagen wegen Florida sowieso schon blank. Das Shuttle kam tatsächlich pünktlich. Er lud all unser Gepäck ein und wir düsten, mit einem letzten Blick aufs Hostel, los. Rechts und links der morgendliche Arbeitsverkehr auf den Straßen. Die Hektik der Menschen, die pünktlich zur Arbeit mussten. Ihre bunten Regenschirme streiften sich gegenseitig. Die Stadt erschien mir an diesem grauen Tag fast noch farbenfroher, als bei strahlendem Sonnenschein.

Wir holten noch andere ab und machten uns dann auf den Weg zum Flughafen Newark. Hier checkten wir direkt ein, gaben unsere Koffer ab und warteten ewig lange in einem wirklich tristen Flughafen.
Weiter ging das Warten vor dem Gate. Unser Flug hatte eine Stunde Verspätung. Wir eine Stunde die Nase gestrichen voll. Als endlich dieses kleine Flugzeug eintrudelte, durften wir einsteigen. Voll war der Flieger nicht. Schön war er auch nicht. Ob er sicher war, dass weiß ich auch nicht so genau. Aber immerhin kamen wir an. Heile. Ohne Problem. Und das war die Hauptsache. Eine Tüte Chips gabs immerhin auch noch.

Orlando; Rental Cars; Publix

In Orlando knallte uns die Hitze schon ins Gesicht, als wir noch gar nicht aus dem Flughafen draußen waren. Wir dachten es wäre in New York warm gewesen? Pah. Das hier war was anders. Eine Latte höher, für die Europäer die nie einen richtigen Sommer hatten.
Das war jedoch eh vergessen, nachdem wir mit der Schwebebahn (für mich ist das eine) ins andere Flughafengebäude transportiert wurden und problemlos unsere Koffer abgeholt hatten. Denn jetzt hieß es: Mietwagen abholen.

Der Schalter unseres Mietwagenvermieters war frei. Wir gaben ihm alle Unterlagen, unterschrieben wahllos Dinge, weil wir ja eigentlich keine andere Wahl hatten und ließen uns ins Parkhaus schicken.
Ach, du meine Güte. Orlando, was machst du mit uns? 34 Grad im Schatten und das am Nachmittag. Im Parkhaus kam dann die Überraschung: Wir durften uns einen der Wagen aussuchen. Natürlich entschieden wir uns für den amerikanischen Ford Focus. In Rot.
Koffer hinten rein, Sitz eingestellt und Panik entfacht. Vorbei am Flughafen, wo fast ein Flieger auf unseren Köpfen landete. Hui, so nah hab ich das noch nie erlebt! Bis zum Publix, typisch amerikanisch einkaufen, yay. Wir wollten nämlich endlich mal wieder etwas Vernünftiges zu essen haben! (Vernünftig materialisierte sich dann in Brot und Avocadocreme.)

Doubletree Hilton, Orlando

Das Hilton Hotel überraschte uns dann aber dennoch am meisten. Als wir unser Auto irgendwie auf den Parkplatz geschafft hatten und das obwohl wir noch nicht eingecheckt waren, drehte uns der nette Empfangsmann ein Zimmer im 15. Stock an. Und warme Cookies. Wir hätten uns vor Freude fast wie kleine Kinder aufgeführt. Ich glaube so glückliche Gäste hatte er schon lange nicht mehr gehabt.
Im 15. Stock öffneten wir die Tür, traten ein und jubelten dann doch. Der Ausblick war der Hammer. Die Betten riesig und weich. Wir hatten einen Fernseher mit Fernbedingung und einen Safe! Sogar den Pool hätten wir mitbenutzen können. Kühlschrank und riesiges Bad waren ebenfalls vorhanden. Dann konnte die Müdigkeit ja kommen.

Liebe

x New York farbenfroh wie eh und je.
x In Florida die ersten Meter Auto zu fahren.
x Einkaufen in einem typisch amerikanischen Supermarkt.
x Der erste Blick ins Hotelzimmer.
x Warme Cookies im 15. Stock verspeisen.

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5 Kommentare

  1. Keine Bilder ?
    Schade ! 😦
    Aber Du beschreibst ja Deine Eindrücke sehr schön und gewohnt „wortreich“ 🙂 🙂

    Deutschland hat keine Sommer und keine Hitze ???
    -> Mir wurde berichtet, dass in Berlin zu Pfingsten 35 Grad waren 😉
    Aber in Orlando ist wohl die Luftfeuchtigkeit auch sehr hoch…

    Liebe Grüße,
    Bärlinerin

    D

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  2. Leider mal wieder ein Tag, an dem ich keine Bilder gemacht habe. Weil wir größtenteils am Flughafen saßen und dann viel zu aufgeregt im Auto umhergehibbelt sind. 😀

    Danke sehr (:

    Da hast du Recht. Aber es waren wieder nur ein paar Tage und dann ist der Sommer meist wieder vorbei. In Florida fängt das wohl schon im Mai an und geht über Monate.
    Solch einen langen Sommer hätte ich auch gerne mal. (:

    Beste Grüße!

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  3. Sooooo einen langen Sommer hätte ich nicht gern, denn ich mag die Hitze nicht.
    (Hatte ich wohl an anderer Stelle schon geschrieben 😉 )

    Eine meiner Slogans ist ja :
    „Bilder sagen mehr als Worte.“ 😉
    Deshalb sehe ich gern die Bilder anderer, und fotografiere so gern.
    DU bist aber in der Lage, Deine Eindrücke auch BILDreich zu erklären 😉

    LG
    Bärlinerin

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